Weih­nachts­ru­he

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

Sie wi­ckel­te ihn in Win­deln und leg­te ihn in ei­ne Krip­pe, weil in der Her­ber­ge kein Platz für sie war.“So wer­den es wie­der Mil­lio­nen Chris­ten im Weih­nacht­sevan­ge­li­um hö­ren. Es be­schreibt ein Be­hör­den­ver­sa­gen vor über 2000 Jah­ren, als die Äm­ter mit der Re­gis­trie­rung und Un­ter­brin­gung der Men­schen über­for­dert wa­ren. Auch über die Fei­er­ta­ge wer­den wie­der Tau­sen­de Flücht­lin­ge kom­men. Doch das La­ge­so in Ber­lin macht – bis auf ei­nen Not­dienst – dicht. Vier Ta­ge über Weih­nach­ten, dann noch mal drei über Sil­ves­ter, weil die Mit­ar­bei­ter mal Zeit „zum Durch­at­men“bräuch­ten. Wir ha­ben es hier mit ei­nem Be­hör­den-Ver­sa­gen bi­bli­schen Aus­ma­ßes zu tun – vor 2000 Jah­ren so wie heu­te. may- Evers re­agier­te mit dem Vor­wurf ei­ner „öf­fent­li­chen Hin­rich­tung“. Zu­vor hat­te ei­ne Spit­zel­af­fä­re das Bünd­nis be­las­tet, als die Se­nats­kanz­lei sich ei­nen Be­richt über ei­nen Cza­ja-Auf­tritt an­fer­ti­gen ließ. Es sieht da­nach aus, als könn­te die Ko­ali­ti­on zehn Mo­na­te vor der Wahl je­der­zeit aus­ein­an­der­bre­chen – und zwar auch an un­ter­schied­li­chen Vor­stel­lun­gen zur Flücht­lings­po­li­tik. Vor­sichts­hal­ber rich­ten sich die An­trä­ge von Flücht­lings-An­wäl­ten we­gen der Zu­stän­de im La­ge­so („Kör­per­ver­let­zung im Amt“) so­wohl ge­gen Cza­ja als auch Mül­ler.

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