Vie­le Flücht­lin­ge an EU-Gren­zen nicht re­gis­triert

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

BRÜSSEL (dpa) Grie­chen­land re­gis­triert nach An­ga­ben der EU-Kom­mis­si­on nur ein Vier­tel der an­kom­men­den Flücht­lin­ge. Ita­li­en er­fas­se et­wa die Hälf­te al­ler ein­rei­sen­den Mi­gran­ten. Das sag­te ei­ne Spre­che­rin der EU-Kom­mis­si­on ges­tern un­ter Be­zug auf Zah­len der Grenz­schutz­be­hör­de Fron­tex. In Grie­chen­land sei­en von Ju­li bis No­vem­ber 492.000 Flücht­lin­ge ein­ge­reist, nur 121.000 wur­den re­gis­triert. Ita­li­en ha­be von den 65.000 Flücht­lin­gen le­dig­lich 29.000 re­gis­triert. Da­mit ver­sto­ßen die Staa­ten ge­gen gel­ten­des Recht. Nach den EU-Re­geln (Du­blin-Sys­tem) sind al­le Staa­ten ver­pflich­tet, ein­tref­fen­de Flücht­lin­ge bin­nen drei Ta­gen zu re­gis­trie­ren, Fin­ger­ab­drü­cke zu neh­men und die Da­ten an ein zen­tra­les Sys­tem wei­ter­zu­lei­ten. Die EU-Kom­mis­si­on hat­te be­reits im Ok­to­ber ju­ris­ti­sche Schrit­te an­ge­kün­digt. Ges­tern for­der­te die EU-Be­hör­de Ita­li­en und Kroa­ti­en mit ei­nem Mahn­schrei­ben auf, die Re­gis­trie­rung kon­se­quen­ter vor­zu­neh­men.

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