Bio-Flei­scher ver­liert Wurst-Streit

Rheinische Post Moenchengladbach - - PANORAMA -

LEIP­ZIG (dpa) Ein Bio-Flei­scher hat ei­nen Streit um die Wurst in letz­ter In­stanz ver­lo­ren. Ni­trat­hal­ti­ge Ge­mü­se­ex­trak­te, wie sie der Metz­ger aus Nie­der­sach­sen bei der Her­stel­lung sei­ner Fleisch­wa­ren ver­wen­de­te, sei­en un­zu­läs­sig, ent­schied das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig. Es han­de­le sich um Le­bens­mit­tel­zu­satz­stof­fe, die nach eu­ro­päi­schem Recht zu­las­sungs­pflich­tig sind (Az.: BVerwG 3 C 7.14).

Der Metz­ger woll­te ge­mäß den Vor­ga­ben des Öko­ver­ban­des Bio­land auf Ni­trit­pö­kel­salz ver­zich­ten. Er setz­te bei der Her­stel­lung von Fleisch­wurst und Koch­schin­ken statt­des­sen Ro­te-Be­te-Dick­saft und Bak­te­ri­en zu. Der Ef­fekt ist der glei­che wie bei Pö­kel­salz: Durch Ni­trit ent­steht ein Pö­kelaro­ma, und die Wurst wird ro­sa­rot. An­sons­ten wä­re sie eher un­an­sehn­lich grau.

Dem Ar­gu­ment des Flei­schers, sei­ne Zu­ta­ten sei­en nor­ma­le, nicht ge­neh­mi­gungs­pflich­ti­ge Le­bens­mit­tel, folg­ten die Rich­ter nicht.

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