RWI: Flücht­lin­ge be­le­ben deut­sche Wirt­schaft

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

ES­SEN (dpa) Die staat­li­chen Aus­ga­ben zur Be­wäl­ti­gung der Flücht­lings­kri­se kur­beln die deut­sche Wirt­schaft spür­bar an. Das Rhei­nisch-West­fä­li­sche In­sti­tut für Wirt­schafts­for­schung (RWI) rech­net für 2015 mit ei­nem Wachs­tum des Brut­to­in­lands­pro­dukts von 1,7 Pro­zent. Zu 0,2 Punk­ten sei es auf er­höh­te Aus­ga­ben für Flücht­lin­ge zu­rück­zu­füh­ren. Für 2016 rech­nen die Ex­per­ten mit ei­nem Wachs­tum von 1,8 Pro­zent, wo­bei 0,3 Punk­te auf den Flücht­lings­ef­fekt zu­rück­zu­füh­ren sei­en. Die de­fi­zit-fi­nan­zier­ten Aus­ga­ben­pro­gram­me be­leb­ten kurz­fris­tig die Kon­junk­tur. Für die Fol­ge­zeit er­gä­ben sich je­doch auch Be­las­tun­gen, be­tont das RWI. So wer­de ein ho­her Teil der Mi­gran­ten we­gen feh­len­der Sprach­kennt­nis­se und ge­rin­ger be­ruf­li­cher Qua­li­fi­ka­tio­nen auf län­ge­re Sicht auf So­zi­al­leis­tun­gen an­ge­wie­sen sein.

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