Ka­len­der­blatt 11. De­zem­ber 1981

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG -

Mu­ham­mad Ali war der ein­zi­ge Bo­xer, der in sei­ner Kar­rie­re drei­mal den Ti­tel un­um­strit­te­ner Box­welt­meis­ter er­lan­gen konn­te. Der Ti­tel wird dann ver­lie­hen, wenn ein Bo­xer egal wel­cher Ge­wichts­klas­se die Welt­meis­ter­ti­tel al­ler an­er­kann­ten Box­ver­bän­de er­ringt. Ali schaff­te dies zum ers­ten Mal im Jahr 1964, da­mals noch vor sei­nem öf­fent­li­chen Be­kennt­nis zum Is­lam un­ter sei­nem Ge­burts­na­men Cas­si­us Clay. 1967 schaff­te er es er­neut an die Spit­ze der Box­welt. Bei­de Ti­tel wur­den ihm ab­er­kannt, ein­mal we­gen ei­nes Ver­sto­ßes ge­gen die Wett­be­werbs­re­geln, das zwei­te Mal, weil er sich sei­ner Ein­be­ru­fung zum Viet­nam­krieg ver­wei­ger­te. 1974 hol­te er er­neut al­le Ti­tel – die­ses Mal ver­tei­dig­te Ali sei­ne Stel­lung drei­ein­halb Jah­re lang. 1978 er­klär­te er sei­nen Rück­tritt vom Box­sport, nur um schon 1980 ein Come­back zu ver­su­chen. Sei­nen letz­ten Kampf be­stritt der be­rühm­tes­te Bo­xer al­ler Zei­ten am 11. De­zem­ber 1981 auf den Ba­ha­mas. Das Du­ell ge­gen Tre­vor Ber­bick wur­de als „Dra­ma auf den Ba­ha­mas“ver­mark­tet, konn­te je­doch sport­lich nicht über­zeu­gen. Der fast 40jäh­ri­ge Ali litt zu die­sem Zeit­punkt be­reits un­ter deut­li­chen Sym­pto­men der spä­ter dia­gnos­ti­zier­ten Par­kin­son­Krank­heit. Ob­wohl sein tech­ni­sches Kön­nen wäh­rend des Kamp­fes im­mer wie­der zu se­hen war, konn­te er sich nicht durch­set­zen und ver­lor klar nach Punk­ten.

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