„Ma­schi­nen­raum und Blut­kreis­lauf“

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG -

(ppe) Emo­ti­on und Di­gi­ta­li­sie­rung: Das sind die bei­den Punk­te, die für Tho­mas Druy­en bei der De­bat­te über Lo­gis­tik im Mit­tel­punkt ste­hen. „Wir er­le­ben im­mer stär­ker, dass die Men­schen sich kaum für Zah­len in­ter­es­sie­ren. Rein ra­tio­na­le Ar­gu­men­te er­rei­chen sie nicht mehr. Das hat auch da­mit zu tun, dass die mo­der­nen, sich im­mer wie­der er­neu­ern­den Tech­no­lo­gi­en für vie­le neu­ro­nal gar nicht mehr fass­bar sind.

Das führt auch da­zu, dass die Lo­gis­tik als trei­ben­de Kraft der deut­schen Wirt­schaft nicht wahr­ge­nom­men wird“, sagt der Ver­mö­gens- und Zu­kunfts­for­scher und Pro­fes­sor an der Sigmund Freud Pri­vat­uni­ver­si­tät Wi­en Pa­ris. Des­halb ruft er die Teil­neh­mer des zwei­ten RP-Wirt­schafts­fo­rums „Lo­gis­tik“da­zu auf, stär­ker in die Öf- fent­lich­keit zu tre­ten, die Re­pu­ta­ti­on zu schär­fen und die Bran­che als „Ma­schi­nen­raum und Blut­kreis­lauf“der Ge­sell­schaft dar­zu­stel­len – mit­samt der Mög­lich­kei­ten, die die Di­gi­ta­li­sie­rung für die Lo­gis­tik, die Wirt­schaft und da­mit die Men­schen mit sich brin­ge. Tho­mas Druy­en sieht da­bei den Aspekt der Emo­ti­on im Mit­tel­punkt: „Um den Ruf der Bran­che zu he­ben, müs­sen die Un­ter­neh­men und Ver­bän­de die Bür­ger emo­tio­nal er­rei­chen und ih­nen psy­cho­lo­gisch und geis­tig ent­ge­gen­kom­men. Das wird da­zu füh­ren, dass die Wahr­neh­mung der Lo­gis­tik in der Öf­fent­lich­keit den Wert be­sitzt, der ihr tat­säch­lich zu­kom­men soll­te.“Die ge­sam­te Bran­che ist nach Druy­ens Be­ob­ach­tun­gen auch ei­ne Zu­kunfts­werk­statt. „Prä­ven­ti­on, An­ti­zi­pa­ti­on und das wirk­li­che Ver­ste­hen der Di­gi­ta­li­sie­rung ge­hö­ren für die Lo­gis­tik zur ei­ge­nen Exis­tenz­wah­rung, und da­her hat sie ei­ne Scout­funk­ti­on, die die Ge­sell­schaft und vor al­lem die Po­li­tik bes­ser nut­zen soll­te.“

Prof. Dr. Tho­mas Druy­en, Sigmund Freud Pri­vat­uni­ver­si­tät

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