Gu­te Be­rufs­chan­cen auf Schif­fen und in Hä­fen

Die Bran­che sucht hän­de­rin­gend Nach­wuchs, zum Bei­spiel im Schiffs­ver­kehr. Drei Be­rufs­bei­spie­le.

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG -

(rps) Klingt nach Traum­jobs: Schif­fe zu bau­en, auf ih­nen zu fah­ren und sie im Ha­fen zu ent­la­den. In der Pra­xis sind der Boots­bau­er, der Bin­nen­schif­fer und die Fach­kraft für Ha­fen­lo­gis­tik Aus­bil­dungs­be­ru­fe, die ne­ben In­ter­es­se auch Ge­schick vor­aus­set­zen. Boots­bau­er Die Aus­bil­dung dau­ert drei­ein­halb Jah­re und teilt sich in die Fach­rich­tun­gen „Neu-, Aus- und Um­bau“so­wie „Tech­nik“. Ne­ben hand­werk­li­chem Ge­schick und tech­ni­schem In­ter­es­se wer­den auch räum­li­ches Vor­stel­lungs­ver­mö­gen und Freu­de am Um­gang mit Kunst­stoff, Holz und Me­tall vor­aus­ge­setzt. Hier kön­nen Haupt­schü­ler nach der Ge­sel­len­prü­fung zu­sätz­lich noch die Fach­ober­schul­rei­fe er­lan­gen. Boots­bau­er ar­bei­ten in Boots- und Jacht­werf­ten, Ma­ri­nas, Boots­zu­lie­fer­be­trie­ben, Re­pa­ra­tur­be­trie­ben, im Boots­ver­leih und im Boots­han­del. Bin­nen­schif­fer Die Aus­bil­dung zum Ma­tro­sen dau­ert drei Jah­re und ver­langt hand­werk­li­ches Ge­schick und tech­ni­sches In­ter­es­se. Bin­nen­schif­fer trans­por­tie­ren Gü­ter und be­för­dern Per­so­nen auf den eu­ro­päi­schen Was­ser­stra­ßen. Ar­beits­plät­ze sind bei­spiels­wei­se auf Tro­cken­gü­ter­schif­fen, Tank­schif­fen, Schub­ver­bän­den, Aus­flugs- und Ka­bi­nen­schif­fen oder Fäh­ren. Bin­nen­schif­fer sind in al­le Be­rei­che des Schiffs­be­triebs ein­ge­bun­den, an Deck, im Ma- schi­nen­raum und im Steu­er­haus. Nach der Aus­bil­dung kann in Be­trie­ben der Gü­ter­und Per­so­nen­be­för­de­rung der Bin­nen­schiff­fahrt, als selbst­stän­di­ger Par­ti­ku­lier oder bei Bin­nen­ha­fen­be­trie­ben ge­ar­bei­tet wer­den. Ei­ne Qua­li­fi­zie­rung zum Steu­er­mann oder Schiffs­füh­rer ist durch den Er­werb von Pa­ten­ten mög­lich. Bin­nen­schif­fer mit Fach­hoch­schul­rei­fe kön­nen an ih­re Aus­bil­dung ein Stu­di­um im Be­reich der Lo­gis­tik, der Schiffs­tech­nik oder der Wirt­schaft an­schlie­ßen. Fach­kraft für Ha­fen­lo­gis­tik Die Aus­bil­dung dau­ert drei Jah­re. Da­zu ge­hö­ren Kennt­nis­se im Be­reich Gü­ter­um­schlag von Stück- und Schütt­gut von der Be- und Ent­la­dung bis hin zur La­ge­rung. Nach be­stan­de­ner Aus­bil­dung kön­nen Schü­ler mit Haupt­schul­ab­schluss zu­sätz­lich die Fach­ober­schul­rei­fe er­wer­ben.

Klas­si­scher­wei­se über­neh­men und kon­trol­lie­ren Fach­kräf­te für Ha­fen­lo­gis­tik den Wa­ren­um­schlag im Ha­fen. Dies um­fasst das Hand­ling der ein- und aus­ge­hen­den Wa­ren, die Pla­nung, Or­ga­ni­sa­ti­on und Durch­füh­rung des Wei­ter­trans­ports oder die sach­ge­mä­ße La­ge­rung von Gü­tern in­klu­si­ve Kon­trol­le der Fracht­pa­pie­re und Fracht­be­rech­nun­gen. Durch Wei­ter­bil­dung kön­nen sich auch Per­spek­ti­ven in der La­ger- und Ver­kehrs­pla­nung so­wie im EDV-Be­reich des Ver­kehrs- und Spe­di­ti­ons­we­sens er­ge­ben.

FOTO: THINKSTOCK/36CLICKS

Ha­fen­lo­gis­ti­ker kon­trol­lie­ren den Wa­ren­um­schlag und pla­nen die Trans­por­t­ab­läu­fe.

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