Hei­li­ges Jahr in Rom

Papst Fran­zis­kus ruft das „Ju­bi­lä­um der Barm­her­zig­keit“aus. Es en­det am 20. No­vem­ber 2016.

Rheinische Post Moenchengladbach - - KINDERSEITE -

(tmn) Rom ist seit al­ten Zei­ten ein Zen­trum der Chris­ten­heit. Al­le 25 Jah­re – manch­mal auch öf­ter – gibt es ein Hei­li­ges Jahr. Pil­gern, die sich dann in die Ewi­ge Stadt be­ge­ben, winkt nach ka­tho­li­schem Ver­ständ­nis ein Sün­den­er­lass. Seit kur­zem läuft ein sol­ches von Papst Fran­zis­kus aus­ge­ru­fe­nes au­ßer­or­dent­li­ches Hei­li­ges Jahr, das „Ju­bi­lä­um der Barm­her­zig­keit“, das bis zum 20. No­vem­ber 2016 dau­ert.

Zen­trum al­ler Fei­er­lich­kei­ten ist der Pe­ters­dom in Rom, ge­nau­er ge­sagt der Va­ti­kan, der ja be­kannt­lich ein un­ab­hän­gi­ger – wenn auch nur 0,4 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ßer – Staat ist. Er liegt im Wes­ten der ita­lie­ni­schen Haupt­stadt na­he dem rech­ten Ti­be­ru­fer. Dort hat der Papst die Hei­li­ge Pfor­te ge­öff­net, das von au­ßen be­trach­tet ganz rech­te der fünf Por­ta­le. Pil­ger, die im Lau­fe des Jah­res nach Rom kom­men, soll­ten we­nigs­tens ein­mal hin­durch­ge­hen, um von ih­ren Sün­den be­freit zu wer­den.

Für den Pe­ters­dom soll­ten Tou­ris­ten bes­ser War­te­zei­ten ein­pla­nen. Nach den At­ten­ta­ten von Pa­ris wur­den die Si­cher­heits­maß­nah­men ver­schärft. Hat man al­le Kon­trol­len pas­siert und die Kir­chen­tü­ren er­reicht, emp­fiehlt sich ein Be­such der Kup­pel mit Blick auf die Stadt. Der Pe­ters­dom ist die größ­te der vier Papst­ba­si­li­ken in Rom. Die an­de­ren drei ha­ben auch Hei­li­ge Pfor­ten, die­se wer­den am 13. De­zem­ber (drit­ter Ad­vent) ge­öff­net. Da ist zum ei­nem die et­was süd­lich des Zen­trums ge- le­ge­ne Ba­si­li­ka Sankt Paul vor den Mau­ern, in der sich das mut­maß­li­che Gr­ab des Apos­tels Pau­lus be­fin­det und die bis zum Bau des Pe­ters­doms im 16. Jahr­hun­dert die größ­te Kir­che der Welt war. Die an­de­ren bei­den sind San­ta Ma­ria Mag- gio­re und San Gio­van­ni in La­ter­a­no im öst­li­chen Stadt­zen­trum. Tra­di­tio­nell hat Rom aber sie­ben Pil­ger­kir­chen. Die an­de­ren drei sind San Lo­ren­zo vor den Mau­ern, San­ta Croce in Ge­ru­sa­lem­me und San Se­bas­tia­no. Auch meh­re­re Pil­ger- we­ge ver­lau­fen durch die Stadt. Wer ein­mal in Rom ist, soll­te sich die groß­ar­ti­gen alt­rö­mi­schen Bau­denk­mä­ler nicht ent­ge­hen las­sen. Zum Bei­spiel das aus dem 2. Jahr­hun­dert stam­men­de Pan­the­on, ei­nes der best er­hal­te­nen an­ti­ken Bau­wer­ke über­haupt. Oder die Rui­nen des be­rühm­ten Ko­los­se­ums oder des Fo­rums.

Ein Muss ist die na­he am Va­ti­kan ge­le­ge­ne En­gels­burg, ei­ne Sym­bio­se aus an­ti­ker und christ­li­cher Kul­tur: Ur­sprüng­lich ein Gr­ab­mal des Kai­sers Ha­dri­an, bau­ten die Päps­te im Mit­tel­al­ter und der frü­hen Neu­zeit suk­zes­si­ve meh­re­re Eta­gen drauf. Ganz oben thront der En­gel, der dem Bau sei­nen Na­men gab – die Aus­sicht ist herr­lich.

FOTO: TOBIAS SCHOR­MANN

Um den Pe­ters­dom in Rom dre­hen sich die Fei­er­lich­kei­ten des au­ßer­or­dent­li­chen Hei­li­gen Kir­chen­jah­res 2016.

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