Hand­werk: Flücht­lin­ge sol­len in Re­gio­nen mit frei­en Stel­len

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

DÜSSELDORF (rky) Die Wirt­schaft setzt die Lan­des­re­gie­rung zum heu­ti­gen Gip­fel zu Job­per­spek­ti­ven der nach NRW ge­kom­me­nen Flücht­lin­ge un­ter Druck. Wenn Flücht­lin­ge ein­mal ein dau­er­haf­tes Blei­be­recht ha­ben, sol­le das Land sie mo­ti­vie­ren, be­vor­zugt in Re­gio­nen mit vie­len frei­en Stel­len zu zie­hen. Das meint Andre­as Eh­lert, Prä­si­dent des NRW-Hand­werks­ta­ges. Da­mit kri­ti­siert er den Plan, Häu­ser für Zu­wan­de­re­rer über­wie­gend dort bau­en zu las­sen, wo schon Lands­leu­te von ih­nen le­ben. In­te­gra­ti­on ge­lin­ge am bes­ten durch Ar­beit mit Kol­le­gen, meint Eh­lert. Ge­meint ist, dass neue Bür­ger eher nach Ost­west­fa­len oder Müns­ter zie­hen sol­len, wo die Ar­beits­lo­sig­keit nied­rig ist und vie­le Hand­wer­ker Lehr­lin­ge su­chen, wo­ge­gen die La­ge im Ruhr­ge­biet und in Köln viel schlech­ter ist.

Die IHK NRW for­dert, dass es deut­lich mehr und bes­se­re Sprach­kur­se für die neu­en Bür­ger ge­ben muss. Statt sie nur für den Ab­schluss­le­vel B1 (ge­ho­be­ne Grund­kennt­nis­se) fit zu ma­chen, müss­te für die Ein­wan­de­rer das Ni­veau B2 (fort­ge­schrit­te­nes Sprach­ni­veau) an­ge­peilt wer­den, da­mit sie ei­ne Aus­bil­dung ma­chen kön­nen. Da­für wer­den laut IHK NRW pro Schü­ler 250 Un­ter­richts­stun­den ge­braucht, was pro Person rund 1500 Eu­ro kos­te. Durch spä­te­re Zah­lun­gen von Steu­ern und So­zi­al­ab­ga­ben kä­me die Aus­ga­be dann mit ei­ner ho­hen Wahr­schein­lich­keit wie­der zu­rück, meint die IHK NRW. NRW

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