Dort­mun­derGeld­trans­por­ter mit Pan­zer­faust über­fal­len

Rheinische Post Moenchengladbach - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

DORT­MUND (dpa/csk) Be­waff­net mit ei­ner Pan­zer­faust und Schnell­feu­er­ge­weh­ren ha­ben un­be­kann­te Tä­ter in Dort­mund ei­nen Geld­trans­por­ter über­fal­len. Nach An­ga­ben der Po­li­zei be­droh­ten sie am Sams­tag­abend die Be­sat­zung des Fahr­zeugs und öff­ne­ten den Trans­por­ter von au­ßen. Sie hät­ten sich mit Werk­zeug an der Tür zu schaf­fen ge­macht und auf den Wa­gen ge­schos­sen, sag­te ein Po­li­zei­spre­cher. Es wur­de nie­mand kör­per­lich ver­letzt. Zu Art und Hö­he der Beu­te konn­te der Spre­cher kei­ne Aus­kunft ge­ben. Die Scha­dens­hö­he stand bis ges­tern noch nicht fest. Fakt sei aber, dass die Tä­ter nicht voll­stän­dig in das Au­to ge­langt sei­en und so­mit ver­mut­lich nicht den kom­plet­ten In­halt er­beu­ten konn­ten.

Die Un­be­kann­ten flüch­te­ten mit zwei Au­tos, die spä­ter ver­las­sen an ei­ner Stra­ße ge­fun­den wur­den. Von den Räu­bern fehl­te auch am Tag nach der Tat je­de Spur. „Es han­delt sich of­fen­bar nicht um Ge­le­gen­heits­tä­ter“, sag­te der Spre­cher. Die un­ge­wöhn­lich har­te Vor­ge­hens­wei­se und die Art der Waf­fen wür­den auf ei­nen ho­hen Or­ga­ni­sa­ti­ons­grad hin­wei­sen. „Ei­ne Pan­zer­faust be­kommt man ja nicht im Su­per­markt ne­ben­an. Da braucht man schon Be­zie­hun­gen“, sag­te der Spre­cher. Nä­he­re An­ga­ben zum Ablauf des Über­falls mach­te er mit Ver­weis auf die lau­fen­den Er­mitt­lun­gen nicht.

Erst An­fang ver­gan­ge­ner Wo­che hat­ten vier be­waff­ne­te Räu­ber in Ber­lin ei­nen ge­park­ten Geld­trans­por­ter über­fal­len. Wie die Po­li­zei mit­teil­te, schubs­ten zwei Tä­ter am Mon­tag­abend ei­nen Si­cher­heits­mann beim Öff­nen der Schie­be­tür in den Trans­por­ter. Das Quar­tett raub­te meh­re­re Geld­beu­tel und flüch­te­te. En­de No­vem­ber war ein wei­te­rer Über­fall auf ei­nen Geld­trans­por­ter in Ber­lin ge­schei­tert.

Ob es zu den Fäl­len in Ber­lin ei­ne Ver­bin­dung gibt, will die Dort­mun­der Po­li­zei prü­fen. Es wer­de in al­le Rich­tun­gen er­mit­telt, aus­schlie­ßen kön­ne man nichts. Auch nicht, ob die Fäl­le et­was mit den zahl­rei­chen Über­fäl­len auf Bank­au­to­ma­ten, die in den ver­gan­ge­nen Wo­chen in NRW ver­übt wur­den, ge­mein­sam ha­ben. „Das wür­de ich zu­nächst ge­trennt von­ein­an­der be­trach­ten, aber auch hier gilt: Aus­schlie­ßen kön­nen wir nichts.“Um ge­naue Aus­sa­gen ma­chen zu kön­nen, ste­he man noch zu sehr am An­fang der Er­mitt­lun­gen. Ei­ni­ges deu­te aber dar­auf hin, dass die Tä­ter den Trans­por­ter län­ger ob­ser­viert hät­ten.

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