Flücht­lin­ge von Zel­ten in die Con­tai­ner im Nord­park ver­legt

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR - VON IN­GE SCHNETTLER

Die 200 Flücht­lin­ge, die vom Land in den Zel­ten am Ga­thers­weg in Neu­werk un­ter­ge­bracht wa­ren, ha­ben die we­nig win­ter­fes­ten Quar­tie­re ver­las­sen und sind am Frei­tag in die Con­tai­ner-Bau­ten im Nord­park ver­legt wor­den. Die hat­te die Stadt er­rich­ten las­sen und sie ans Land ver­mie­tet. In zwei so ge­nann­ten Bet­ten­häu­sern kön­nen ins­ge­samt 400 Asyl­su­chen­de un­ter­ge­bracht wer­den. Ei­ne gro­ße Hal­le wur­de zu­dem als Auf­ent­halts- und Ver­pfle­gungs­raum ein­ge­rich­tet. „Das Land wur­de nicht tä­tig, des­halb ha­ben wir als Stadt die Um­sied­lung der Men­schen aus den Zel­ten in die Leicht­bau­hal­len an­ge­ord­net“, sag­te ges­tern der für Flücht­lings­fra­gen zu­stän­di­ge De­zer­nent Gert Fi­scher.

Am Frei­tag­nach­mit­tag rück­te die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Neu­werk zur Flücht­lings­un­ter­kunft ne­ben der Krah­nen­don­khal­le aus. Die 200 Feld­bet­ten, die von den Men­schen in den Zel­ten ge­nutzt wor­den wa­ren, muss­ten des­in­fi­ziert und ge­rei­nigt wer­den. Am Sams­tag und Sonn­tag wur­de in der Mehr­zweck­hal­le be­reits ein Ju­gend­fuß­ball­tur­nier aus­ge­tra­gen. Sie war von den Flücht­lin­gen als Auf­ent­halts­raum ge­nutzt wor­den. Dort nah­men sie ih­re Mahl­zei­ten ein, und sie nutz­ten die sa­ni­tä­ren An­la­gen. Die letz­te Es­sens­aus­ga­be war am Don­ners­tag ge­we­sen.

Ein un­glück­li­ches Zu­sam­men­tref­fen war die Jagd, die am Wo­che­n­en­de in dem grü­nen Be­reich zwi­schen Li­li­ent­hal­stra­ße, Aa­che­ner Stra­ße und der Stra­ße am Nord­park durch­ge­führt wur­de. Die Jagd­päch­ter schos­sen dort – in un­mit­tel­ba­rer Nä­he der Con­tai­ner-Un­ter­künf­te und den Un­ter­künf­ten im ehe­ma­li­gen Al­di-Markt an der Aa­che­ner Stra­ße und im TiN – auf Ha­sen und Fa­sa­ne. „Das ist an­ge­sichts der Tat­sa­che, dass sich dort auch trau­ma­ti­sier­te Flücht­lin­ge be­fin­den, nicht be­son­ders sen­si­bel“, sag­te der Pres­se­spre­cher der Kreis­jä­ger­schaft Dirk Brau­ner ges­tern. Nor­ma­ler­wei­se sei man sehr dar­auf be­dacht, die An­woh­ner ei­nes Jagd­ge­biets vor der Jagd zu in­for­mie­ren. „Wir wol­len ganz si­cher nie­man­den ver­un­si­chern.“Der Vor­sit­zen­de der Kreis­jä­ger­schaft Franz-Jo­sef Fried­rich un­ter­strich dies. Er sag­te al­ler­dings auch: „Die Stadt soll­te uns Jä­ger dar­über in­for­mie­ren, wo ge­nau die Flücht­lin­ge in der Stadt le­ben.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.