Nur ein Punkt aus zwei Spie­len: Der GHTC be­lohnt sich nicht

Der Ho­ckey-Zweit­li­gist spielt ei­nen Tag nach dem 7:8 in Ober­hau­sen ge­gen Blau-Weiß Köln 6:6

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON THO­MAS GRULKE

HO­CKEY Der Ap­plaus und die An­feue­rungs­ru­fe un­ter den Fans des Glad­ba­cher HTC en­de­ten ab­rupt. Blau-Weiß Köln hat­te sich ge­ra­de, acht Se­kun­den vor der Schluss­si­re­ne, als Stim­mung­s­tö­ter be­tä­tigt und zum fi­na­len 6:6 (4:3) ge­trof­fen. Statt sich mit drei Punk­ten für ei­nen en­ga­gier­ten Auf­tritt zu be­loh­nen, blieb dem Zweit­li­gis­ten plötz­lich doch nur ein Punkt. Es war der ein­zi­ge Zäh­ler, den Glad­bach am ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­de hol­te, da es tags zu­vor beim Ober­hau­se­ner THC 7:8 (4:6) ver­lo­ren hat­te.

„In die­sen en­gen Spie­len ent­schei­den Klei­nig­kei­ten, da fehlt es mei­ner jun­gen Mann­schaft ein­fach noch an der nö­ti­gen Er­fah­rung. Dass wir spie­le­risch mit je­der Mann­schaft mit­hal­ten kön­nen, ist deut­lich zu se­hen“, sag­te GHTCTrai­ner Phil­ipp Hey­manns. In Ober­hau­sen hat­te sein Team ei­ne frü­he 2:0-Füh­rung schnell wie­der ver­spielt und lag zur Pau­se mit zwei To­ren in Rück­stand. Glad­bach kam zwar noch­mals zum Aus­gleich, in der Schluss­vier­tel­stun­de ge­lang aber kein ei­ge­ner Tref­fer mehr. So reich­te dem Gast­ge­ber in ei­ner hek­ti­schen Par­tie das Tor zum 8:7.

Auch ge­gen den Ta­bel­len­zwei­ten Blau-Weiß Köln ge­riet der GHTC nach ei­ner frü­hen Füh­rung in Rück- stand, fing sich aber schnell wie­der. „Wir wa­ren die spiel­be­stim­men­de Mann­schaft, ha­ben re­la­tiv we­nig zu­ge­las­sen und vor al­lem in der zwei­ten Halb­zeit sehr gut um­ge­setzt, was wir uns vor­ge­nom­men hat­ten“, sag­te Hey­manns. Wäh­rend in der De­fen­si­ve auf Tor­wart Kay von der Forst Ver­lass war, spiel­ten sich die Of­fen­siv­kräf­te ge­nü­gend Tor­chan­cen her­aus. Doch trotz der Tref­fer durch Paul Tenck­hoff (3), Niklas Braun, Da­vid Fran­co und Timm Wein­gartz ge­lang es nie, ei­nen Zwei­To­re-Vor­sprung her­aus­zu­spie­len.

„Wir ha­ben vor­ne zu viel lie­gen­ge­las­sen, zu­dem wur­den uns zwei To­re nicht an­er­kannt. Es ist bit­ter, denn nä­her kann man am Sieg nicht dran sein“, sag­te Hey­manns, des­sen Team in Un­ter­zahl – Köln hat­te nach Tenck­hoffs 6:5 zwei Mi­nu­ten vor dem Spie­len­de den Tor­wart raus­ge­nom­men – noch den Aus­gleich kas­sier­te.

We­sent­lich kla­rer ging es bei den GHTC-Da­men zu, die in der Re­gio­nal­li­ga beim Ta­bel­len­zwei­ten Club Raf­fel­berg nach ei­ner 1:0-Füh­rung durch Lena Fro­ne­berg 1:10 (1:6) un­ter­la­gen. „Die Nie­der­la­ge ist zu hoch aus­ge­fal­len, al­ler­dings ha­ben wir ei­ne Lehr­stun­de in Sa­chen Ef­fek­ti­vi­tät er­hal­ten. Wir ha­ben zu vie­le in­di­vi­du­el­le Feh­ler ge­macht, und Raf­fel­berg hat sie gna­den­los aus­ge­nutzt“, sag­te Trai­ner Achim Krauß, der ein­zig Ma­rie Schmid für ih­ren kämp­fe­ri­schen Auf­tritt lob­te.

Auch die Her­ren des Rhe­ydter SV muss­ten ei­ne Aus­wärts­nie­der­la­ge hin­neh­men. Mit dem 4:6 (2:2) beim THC Ber­gisch Glad­bach ver­pass­te es Rhe­ydt, den letz­ten Ta­bel­len­platz in der Re­gio­nal­li­ga zu ver­las­sen. „Die Mann­schaft hat su­per ge­kämpft. Wir wa­ren nicht nur an ei­nem, son­dern so­gar an drei Punk­ten nah dran. Aber wir ha­ben drei­mal zwei Mi­nu­ten Über­zahl nach der Pau­se nicht nut­zen kön­nen“, sag­te RSV-Trai­ner Bel­al Ena­ba. So reich­ten am En­de die To­re durch Se­bas­ti­an Wo­jdy­la (3) und Kai Schmitz nicht zu ei­nem Punkt­ge­winn.

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