2:2 – Ver­lin­dens Traum­tor ret­tet den FC

Der De­fen­siv­mann war der Held, aber am Punkt ist die ge­sam­te Mann­schaft be­tei­ligt, die mit ei­ner sehr en­ga­gier­ten und mu­ti­gen Leis­tung dem Ta­bel­len­zwei­ten SV Schon­ne­beck nach ei­nem 0:2 nach der Pau­se noch den Schneid ab­kauft.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON KURT THEUERZEIT

FUSSBALL-OBER­LI­GA Ei­gent­lich hat­te Ab­wehr-Chef Fre­de­rik Ver­lin­den in der Ab­wehr hin­rei­chend Ar­beit, um die star­ken Schon­ne­be­cker Stür­mer in Schach zu hal­ten. Aber nach ei­ner St­un­de trau­te er sich ein­mal ganz weit nach vor­ne, be­kam den Ball, schau­te und zir­kel­te dann den Ball in den Win­kel zum 2:2 des 1. FC Mön­chen­glad­bach ge­gen den Ta­bel­len­zwei­ten.

Die­sen Punkt hat­te sich der FC ver­dient, denn vor al­lem nach der Pau­se, als die Wes­ten­der 0:2 zu­rück­la­gen und es nach ei­ner wei­te­ren Nie­der­la­ge aus­sah, mach­ten sie Druck und ka­men mit ei­ner Ener­gie­leis­tung, gu­tem Zu­sam­men­spiel Ste­fan Hou­ben

Trai­ner 1. FC und ei­ner rie­si­gen Por­ti­on Er­folgs­wil­len noch zum Re­mis. Trai­ner Ste­phan Hou­ben war mäch­tig stolz auf sei­ne Mann­schaft: „Ei­ne tol­le Leis­tung. Ihr könnt nun stolz in die Win­ter­pau­se ge­hen.“

Al­ler­dings hat­te es im ers­ten Durch­gang nicht nach ei­nem Punkt­ge­winn un­be­dingt aus­ge­se­hen. Schon­ne­beck war nicht nur von der Ath­le­tik deut­lich über­le­gen, son­dern spiel­te cle­ver und ziel­stre­big. Dem hat­te der FC in vie­len Pha­sen nur den gu­ten Wil­len ent­ge­gen­zu­set­zen. Vor al­lem Alex­an­d­ros Ar­men und Pas­cal Schell­ham­mer im Mit­tel­feld leis­te­ten ei­ne im­men­se Lauf­ar­beit und scheu­ten kei­nen Zwei­kampf. Auf die­se Wei­se hat­ten die Gäs­te in ei­nem sehr in­ten­si­ven und im­mer span­nen­den Spiel zwar Vor­tei­le, aber Chan­cen er­ga­ben sich erst spät.

Dem 1:0 Schon­ne­becks ging nach ei­nem Frei­stoß ein deut­li­ches Hand­spiel vor­aus, das vom As­sis­ten­ten nicht wahr­ge­nom­men wur­de. Kurz vor der Pau­se nutz­te Ber­lay Öz zum zwei­ten Mal ei­ne Stan­dard­si­tua­ti­on zum 2:0. Da­mit schien die Par­tie ge­lau­fen, zu­mal die Gäs­te di­rekt nach der Pau­se durch Mar­cel Schlomm auf 3:0 hät­ten er­hö­hen kön­nen. Doch FC-Tor­wart Pe­ter Dre­ßen wehr­te glän­zend ab.

Da­nach ent­schied sich der FC im An­griff die bes­te Ver­tei­di­gung zu su­chen. Plötz­lich mach­ten al­le mun­ter mit und er­ziel­ten über­ra­schen­der- wei­se Wir­kung bei Schon­ne­beck. Im­mer häu­fi­ger er­schien der FC mit schnel­lem Spiel vor dem Tor der Gäs­te, im­mer ge­fähr­li­cher wur­den die Si­tua­tio­nen für die Gäs­te.

Nach Pas­cal Schmitz‘ Schuss, der zum 1:2 im Tor lan­de­te, er­höh­te der FC wei­ter die Schlag­zahl. Ge­gen Oguz Ayan muss­te Gäs­te-Tor­wart An­dré Bley zwei­mal Kopf und Kra­gen ris­kie­ren, um den Aus­gleich der Gast­ge­ber zu ver­hin­dern. Der ge­lang dann Fre­de­rik Ver­lin­den, der weit nach vor­ne auf­ge­rückt war, und dann mit ei­nem tol­len Schuss zum 2:2 traf.

Schon­ne­beck ver­such­te noch ein­mal, das Spiel zu dre­hen, aber der FC stemm­te sich er­folg­reich ge­gen die­se An­griffs­be­mü­hun­gen. „Die­ses Er­geb­nis hat uns si­cher für die Zu­kunft gut­ge­tan, aber es war die Art und Wei­se, wie wir uns ge­gen ei­ne so star­ke und ath­le­tisch über­ra­gen­des Team durch­ge­setzt ha­ben“, sag­te Hou­ben.

„Ei­ne tol­le Leis­tung. Ihr könnt nun stolz in die Win­ter­pau­se ge­hen“.

1. FC: Dre­ßen – Is­tre­fi, Ver­lin­den, Us­lu­can, Doh­men – Ar­men, Schell­ham­mer - Rich­ter (73., Nwa­for), Schmitz, Ayan - Mül­ler. To­re: 0:1 Öz (32.), 0:2 Öz (40.), 1:2 Schmitz (52.), 2:2 Ver­lin­den (63.). Zu­schau­er: 200.

FOTO: DIE­TER WIECHMANN

Platz da! Fre­de­rik Ver­lin­den schüt­telt in die­ser Sze­ne re­so­lut sei­nen Ge­gen­spie­ler ab. Der De­fen­siv­mann schaff­te mit ei­nem Traum­tor das 2:2.

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