Der schnel­le Fin­ger­ab­druck

Rheinische Post Moenchengladbach - - FERNSEHEN -

In ei­nem durch­schnitt­li­chen „Tat­ort“war es die Sze­ne, in der es auch kör­per­lich ein we­nig „briz­zel­te“, wie Lena Oden­thal (Ul­ri­ke Fol­kerts) es aus­drück­te. Sie leg­te den Fin­ger des Ver­däch­ti­gen Lud­wig Wolff auf ei­nen Fin­ger­ab­druck-Scan­ner, und we­ni­ge Se­kun­den spä­ter spuck­te der Com­pu­ter al­le In­for­ma­tio­nen zu dem Mann aus. Gibt es den schnel­len Fin­ger­ab­druck-Ab­gleich wirk­lich? Ja, schon 2005 star­te­te das Bun­des­kri­mi­nal­amt (BKA) „Fast Iden­ti­fi­ca­ti­on“als Pi­lot­pro­jekt. Auch die Po­li­zei in NRW setzt die „Fast-ID“-Ge­rä­te ein. Ist ei­ne Person schon ein­mal er­ken­nungs­dienst­lich be­han­delt wor­den, dann wird sie mit Hil­fe des Ab­gleichs in Se­kun­den­schnel­le iden­ti­fi­ziert. Der Po­li­zei lie­gen dann Da­ten zu Al­ter, Grö­ße und De­lik­ten vor. Wo wird „Fast-ID“noch ein­ge­setzt? Das Land NRW re­gis­triert mit der „Fast ID“auch die Flücht­lin­ge. Das Pro­ze­de­re sieht so aus: Die Flücht­lin­ge kom­men an den Dreh­kreu­zen Düsseldorf und Köln an und dann zu­nächst in ei­ne Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung. Am nächs­ten Tag wer­den sie zu den drei Re­gis­trie­rungs­stel­len Müns­ter, Berg­heim-Nie­der­au­ßem und Her­ford ge­bracht. Ih­re Da­ten wer­den mit der Da­ten­bank des BKA ver­gli­chen und mit in­ter­na­tio­na­len Re­gis­tern, ob sie schon in ei­nem an­de­ren EU-Land re­gis­triert wur­den, er­klärt ein Spre­cher der Be­zirks­re­gie­rung Arns­berg. mso

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