Eon holt Ex-Te­le­kom-Mann in Vor­stand

Ein alt­ge­dien­ter Eon-Ma­na­ger wird gleich­zei­tig Ober­auf­se­her von Uni­per.

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT - VON REIN­HARD KO­WA­LEW­SKY

DÜSSELDORF/ES­SEN Kars­ten Wild­ber­ger, frü­he­rer Ma­na­ger bei der Deut­schen Te­le­kom und bei Vo­da­fo­ne Deutsch­land, ist zum neu­en Vor­stand bei Eon er­nannt wor­den. Die Wahl des pro­mo­vier­ten Phy­si­kers und Öko­no­men wird von EonKen­nern so ge­wer­tet, dass Eon sich noch mehr als be­kannt in ein Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men ver­wan­deln will, wenn 2016 das kon­ven­tio­nel­le Kraft­werks­ge­schäft un­ter dem Na­men Uni­per ab­ge­spal­ten wird.

Wild­ber­ger wird sich um In­no­va­tio­nen, die Ent­wick­lung neu­er Pro­duk­te so­wie um das Ge­schäft mit er­neu­er­ba­ren Ener­gi­en küm­mern. Bei sei­nem ak­tu­el­len Ar­beit­ge­ber, dem Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zern Tel­s­tra in Aus­tra­li­en, war der 46-Jäh­ri­ge für das Pri­vat­kun­den­ge­schäft zu- stän­dig. Da­vor ar­bei­te­te er ei­ni­ge Zeit bei der re­nom­mier­ten Un­ter­neh­mens­be­ra­tung Bos­ton Con­sul­ting. Eon-Auf­sichts­rats­chef Wer­ner Wen­ning lobt den Zu­gang: „Kars­ten Wild­ber­ger weiß aus ei­ge­ner Er­fah­rung, wor­auf es im Kun­den­ge­schäft, bei der Ent­wick­lung von Pro­duk­ten und de­ren Markt­ein­füh­rung an­kommt. Des­halb passt er her­vor­ra­gend zur neu­en Eon.“

Für Wild­ber­ger ist der neue Job ein Stück Heim­kehr nach NRW: Er ging auf dem Vier­sener Al­ber­tusMagnus-Gym­na­si­um zur Schu­le. Eon selbst zieht ja nach Es­sen.

Der Vor­stands­pos­ten bei Eon wird auch frei, weil der alt­ge­dien­te Kon­zern­ma­na­ger Bern­hard Reu­ters­berg zum 30. Ju­ni 2016 das Gre­mi­um ver­lässt. Er wird Auf­sichts­rats­chef der in Düsseldorf blei­ben­den Ab­spal­tung Uni­per. Das ver­kün­de­te Eon ges­tern als zwei­te Per­so­na­lie. Da­bei ent­schied man sich wohl ge­zielt für Reu­ters­berg, weil ihm mit 62 Jah­ren das Aus­schei­den aus dem Eon-Vor­stand re­la­tiv leicht zu­ge­mu­tet wer­den kann. Die Mög­lich­keit, dass ein Eon-Vor­stand in Per­so­nal­uni­on Ober­auf­se­her von Uni­per sein könn­te, wur­de be­wusst ver­wor­fen, da­mit Uni­per re­la­tiv un­ab­hän­gig wird.

FOTO: TEL­S­TRA

Kars­ten Wild­ber­ger

FOTO: EON

Bern­hard Reu­ters­berg

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