Mäh­dre­scher-Her­stel­lerClaas wächst ge­gen Markt­trend

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

DÜSSELDORF (frin) Wäh­rend der welt­wei­te Um­satz mit Mäh­dre­schern, Trak­to­ren und Co. auch in die­sem Jahr stark zu­rück­geht, wächst der Land­tech­nik-Her­stel­ler Claas wei­ter. Das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men aus dem ost­west­fä­li­schen Harsewinkel setz­te mit 3,84 Mil­li­ar­den Eu­ro et­wa 150 Mil­lio­nen Eu­ro mehr um als 2014. Al­ler­dings sank der Jah­res­über­schuss leicht von 113,1 Mil­lio­nen Eu­ro auf 105,7 Mil­lio­nen Eu­ro. Dies ver­kün­de­te Claas ges­tern bei der Vor­stel­lung der Zah­len in Düsseldorf.

Am all­ge­mei­nen Markt­trend wer­de sich auch im kom­men­den Jahr nichts än­dern, so Claas-Chef Lothar Kris­zun. Bei dem Un­ter­neh­men gibt es da­her schon län­ger ein Spar­pro- gramm. Au­ßer­dem hofft man auf Un­ter­stüt­zung durch die rus­si­sche Po­li­tik. Claas hat­te auf dem so wich­ti­gen Agrar­markt 120 Mil­lio­nen Eu­ro in den Auf­bau ei­nes Wer­kes in­ves­tiert – nach ei­ge­nen An­ga­ben mehr als al­le Kon­kur­ren­ten zu­letzt ins­ge­samt. Nun wür­de Claas da­für im Ge­gen­zug ger­ne den Sta­tus des „va­ter­län­di­schen Be­trie­bes“ver­lie­hen be­kom­men. Da­mit wür­den Land­wir­te Sub­ven­tio­nen be­kom­men, wenn sie ei­ne Claas-Ma­schi­ne kau­fen. „Wir wä­ren im­mer noch et­was teu­rer als der Wett­be­wer­ber, wür­den aber kon­kur­renz­fä­hi­ger“, so Kris­zun. Ob Claas „ein­ge­bür­gert“wird, weiß das Un­ter­neh­men nicht. „Letzt­lich hängt das stark von der rus­si­schen Po­li­tik ab“, heißt es.

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