Ka­len­der­blatt 15. De­zem­ber 1939

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG -

Vi­vi­en Leigh spiel­te Scar­lett O’Ha­ra, Clark Ga­ble (Foto) ih­ren Rhett – „Vom Win­de ver­weht“brach al­le Re­kor­de. Zehn Os­kars ge­wann der Film, der auf dem mit dem Pu­lit­zer-Preis aus­ge­zeich­ne­ten Buch vom Mar­ga­ret Mit­chell be­ruh­te. „Vom Win­de ver­weht“war mit fast vier St­un­den Spiel­dau­er der längs­te Film sei­ner Zeit, au­ßer­dem hat­te sei­ne Pro­duk­ti­on fast vier Mil­lio­nen Dol­lar ge­kos­tet – eben­falls Re­kord. Die Ge­schich­te spielt wäh­rend des Se­zes­si­ons­kriegs und zeich­net ein ro­man­ti­sches Bild von die­sem Kon­flikt so­wie vom Le­ben der Ame­ri­ka­ner in den Süd­staa­ten. Als der Film am 15. De­zem­ber 1939 in At­lan­ta ur­auf­ge­führt wur­de, wa­ren sei­ne Chan­cen, auch in Deutsch­land ge­zeigt zu wer­den, schlecht. Zwar wur­den noch aus­ge­wähl­te Fil­me aus den USA dem deut­schen Pu­bli­kum ge­zeigt, doch Hit­ler und Go­eb­bels ent­schie­den bei „Vom Win­de ver­weht“, den Strei­fen nicht in die Ki­nos zu brin­gen. So lern­te das deut­sche Pu­bli­kum den Film­klas­si­ker erst mit ei­ner 16-jäh­ri­gen Ver­spä­tung ken­nen – er kam im Ja­nu­ar 1956 in die Licht­spiel­häu­ser. Auch in Deutsch­land wur­de er ein Rie­sen­er­folg, trotz der als un­ge­wöhn­lich emp­fun­de­nen Län­ge. Bis zu zwei­ein­halb Jah­re blieb der Film auf dem Pro­gramm man­cher Ki­nos. „Vom Win­de ver­weht“gilt bis heu­te als kom­mer­zi­ell er­folg­reichs­ter Film al­ler Zei­ten, er wur­de noch 2008 bei ei­ner Um­fra­ge zum be­lieb­tes­ten Film der Ame­ri­ka­ner ge­kürt – vor den „Star Wars“-Fil­men von Ge­or­ge Lu­cas.

TEXT: JENI / FOTO: PICTURE-AL­LI­AN­CE

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.