Wie sechs Ma­gier die Ad­vents­zeit ver­zau­bern

„Ho­kus­po­kus Sim­sa­la­bim“– die Stim­me ei­ner Un­be­kann­ten führte ein in die Ge­heim­nis­se der Ma­gie. Beim Ad­vents­zau­ber des Ma­gi­schen Zir­kels pur­zel­ten al­ler­lei Über­ra­schun­gen aus dem Zau­ber­hut.

Rheinische Post Moenchengladbach - - STADTTEILE - VON AN­GE­LA WILMS-ADRIANS

EI­CKEN Nor­ma­ler­wei­se ver­steckt sich hin­ter je­dem Ad­vent­stür­chen ei­ne Über­ra­schung. Doch, wie es bei Zau­be­rern so Sit­te ist, pur­zel­ten beim Ad­vents­zau­ber des Ma­gi­schen Zir­kels Mön­chen­glad­bach je­de Men­ge Über­ra­schun­gen mehr her­aus. Sechs Ma­gier wa­ren ins TiG ge­kom­men, um Klein und Groß im wört­li­chen Sin­ne zu ver­zau­bern. „Ho­kus­po­kus Sim­sa­la­bim“, sprach ei­ne heim­nis­vol­le Stim­me aus dem Off, die zu Be­ginn ver­riet, dass die Zau­be­rer bei Käl­te in den Ad­vents­ka­len­der klet­tern, um sich neue Küns­te aus­zu­den­ken. Doch sie könn­ten erst wie­der her­aus, wenn ihr Tür­chen an der Rei­he sei.

„Seid ihr be­reit? Habt ihr Lust, mit mir­zu­zau­bern?“, frag­te Micha­el Pe­try zum Ad­vents­zau­bern. Ein ein­hel­li­ges „Ja“schall­te ihm ent­ge­gen, und Pau­li­na war so­gar be­reit, als ers­te As­sis­ten­tin zu hel­fen. Mit Zau­be­r­um­hang und -hut sah sie bei­na­he aus wie Har­ry Pot­ters Freun­din Her­mi­ne. Der­ma­ßen aus­ge­s­tat-

ge- tet staun­te sie nicht schlecht, als sie mit Pe­trys Hil­fe nicht nur ei­nen Zau­ber­stab, son­dern fast wie Goe­thes Zau­ber­lehr­ling ei­ne kaum zu bän­di­gen­de Fül­le her­bei­schaff­te. Bern­hard Han­sen hat­te im Ka­len­der of­fen­sicht­lich mit weih­nacht­li­chen Lich­tern ge­übt. Aus dem Nichts schien er rot­glü­hen­de Kü­gel­chen zu fan­gen, um die­se im durch­schei­nen­den Käst­chen zu sam­meln, oh­ne dass ihr Leuch­ten ver­lo­ren ge­gan­gen wä­re. Ein be­wun­dern­des „Ah“ent­fuhr vie­len Er­wach­se­nen, als der Ma­gier ei­nen an­ge­kohl­ten Zehn-Eu­ro-Schein in ei­nen druck­fri­schen Hun­der­ter ver­wan­del­te. Gren­zen­los war das Stau­nen, als er sein Zau­ber­tisch­chen wie ei­ne leich­te Feder über dem Bo­den schwe­ben ließ. Jo­na Ay­manns, wie Si­mon Hil­chen­bach ei­ner der Jung­ma­gi­er, ver­blüff­te ge­schickt mit ei­ner schein­bar schlich­ten Spiel­kar­te, die beim Dre­hen und Wen­den Punk­te ver­lor oder da­zu­ge­wann.

So kurz vor Weih­nach­ten war das Wün­schen ein The­ma. El­tern und Kin­der durf­ten in ei­ne Ge­schenk­tü- Micha­el Pe­try

Zau­be­rer te grei­fen, um den In­halt durch Ab­tas­ten zu er­ra­ten. Na­tür­lich wur­den sie ein je­des Mal über­rascht, dass die­ser so ganz an­ders aus­sah, als sie ver­mu­tet hat­ten. Micha­el Pe­try lag zwar rich­tig, als er für sich ei­nen Zau­ber­stab ver­mu­te­te, doch ein Rät­sel blieb, wie die­se Mam­mut­aus­ga­be in ei­ne so klei­ne Tü­te ge­passt ha­ben moch­te. „Wie ist das mög­lich“, ha­ben sich die meis­ten ge­fragt, nach­dem der nie­der­län­di­sche Zau­be­r­er­gast Gi­js Ben­ne­heij der Bar­bie­pup­pe ein ro­tes Kleid auf den Leib ge­zau­bert hat­te, ob­wohl die sie­ben­jäh­ri­ge Nel­li sie doch in ei­nem Käst­chen wohl ver­wahrt in den Hän­den ge­hal­ten hat­te.

Eben­so ver­blüff­te Ju­li­us Pe­rez, deut­scher Ju­gend­meis­ter der Ma­gier. Der jon­glier­te per­fekt mit CDs und Spiel­kar­ten, die sich auf wun­der­sa­me Wei­se blitz­schnell ver­mehr­ten oder ein­fach ver­schwan­den. In der Klei­dung konn­ten sie wohl kaum ver­steckt ge­we­sen sein. Da hät­te sich doch et­was ab­zeich­nen müs­sen.

Zum Lied der Weih­nachts­bä­cke­rei grif­fen die Ma­gier noch ein­mal in die Trick­kis­te, um ge­mein­sam Kek­se zu zau­bern. So gab es am En­de für sie den Ap­plaus und für die Be­su­cher et­was zu na­schen.

„Seid ihr be­reit? Habt ihr Lust, mit mir

zu zau­bern?“

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