Ka­nin­chen­züch­ter zei­gen ih­re Tie­re bei der Kreis­ver­bands-Schau

Rheinische Post Moenchengladbach - - STADTTEILE - VON CHRIS­TI­AN LIN­GEN

GIE­SEN­KIR­CHEN Sie ha­ben zwar kei­ne Na­men, sind aber süß und flauschig: Rund 200 Ka­nin­chen tra­ten zur Be­wer­tung bei der Kreis­ver­bands-Schau der Ras­se­ka­nin­chen­züch­ter an. Neun Ver­ei­ne mach­ten mit. „Ich bin durch mei­nen Va­ter zu dem Hob­by ge­kom­men. Er hat schon in den 50er Jah­ren Ka­nin­chen ge­züch­tet“, er­zähl­te Ed­win En­gels. Der Vor­sit­zen­de des Kreis­ver­bands bil­det zu­sam­men mit sei­nem Bru­der seit 28 Jah­ren ei­ne Zucht­ge­mein­schaft. „Ich ver­brin­ge je­den Tag min­des­tens drei St­un­den mit den Ka­nin­chen“, sagt er.

Das Hob­by ist eben zeit­in­ten­siv. Und da liegt auch das Pro­blem, das der Kreis­ver­band hat. „Wir ha­ben der­zeit sechs Jung­züch­ter im Ver­band. Wenn ei­ner von ih­nen spä­ter wei­ter­macht, ha­ben wir ei­nen gu­ten Schnitt“, sagt En­gels. Die Zeit, die in die Tie­re in­ves­tiert wer­den muss, hält vie­le Ju­gend­li­che vom Züch­ten ab. Spä­tes­tens wenn es in die Aus- bil­dung oder ins Stu­di­um geht, fehlt vie­len die nö­ti­ge Zeit. Da­her gibt es auch den ein oder an­de­ren Züch­ter, der erst spät zum Ka­nin­chen­züch­ter wird. Ein sol­cher ist Jörg Lam­pe. Der Chef der Glad­ba­cher Feu­er­wehr züch­tet seit drei Jah­ren Graue Wie­ner. „Mein Opa hat frü­her auch Ka­nin­chen ge­züch­tet“, sagt Lam­pe. Als Aus­gleich zum Be­ruf be­gann er vor drei Jah­ren mit sei­ner ei­ge­nen Zucht, die in­zwi­schen 24 Tie­re um­fasst. Am­bi­tio­niert ist er nicht. „Wenn mei­ne Tie­re gu­te Be­wer­tun­gen be­kom­men, freue ich mich, klar. Aber wich­ti­ger sind mir der Spaß und die Ge­mein­schaft im Ver­ein“, sagt Lam­pe.

Bei der Kreis­ver­bands-Schau reich­te es für ihn nicht für ei­nen vor­de­ren Platz. Die Kreis­ver­band­sMeis­ter­schaft ging an die Zucht­ge­mein­schaft Be­ckers mit der Ras­se Sa­tin-El­fen­bein. Ih­re Ka­nin­chen er­hiel­ten al­le die Best­no­te „Vor­züg­lich“. Da­mit si­cher­te sich die Zucht­ge­mein­schaft auch die Me­dail­le der Land­wirt­schafts­kam­mer. Der Ka­nin­chen­zucht­ver­ein Schel­sen R181 si­cher­te sich die Meis­ter­schaft der Ver­ei­ne. Kreis­meis­ter der Ju­gend wur­de Pas­cal Schel­len. Edi En­gels er­hielt die Lan­des­ver­bands­aus­zeich­nung und So­fie Gie­len den Lan­des­ver­bands­ju­gend­eh­ren­preis. Hu­bert Kes­sels, Pe­ter Er­kel­entz und Wilfried Lutz wur­den zu Eh­ren­mit­glie­dern er­nannt.

RP-FOTO: ILGNER

Pas­cal und Nor­bert Schel­len mit Ed­win En­gels.

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