Tes­ter Hel­mut Kohl und Mül­lers Aap

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

(oes) Thü­rin­ger Brat­wust gibt es schon seit mehr als 600 Jah­ren. Zwi­schen 15 und 20 Zen­ti­me­tern lang, haupt­säch­lich aus Schwei­ne­fleisch, ge­würzt mit Küm­mel, Ma­jo­ran und noch ein paar Zu­ta­ten, aus de­nen vie­le Metz­ger ein Ge­heim­nis ma­chen. Weil erst sie den ganz be­son­de­ren Ge­schmack aus­ma­chen. Wil­li Meu­ter gibt of­fen zu, dass sein Re­zept nicht von ihm al­lei­ne stammt: „Ich ha­be vie­les in mei­ner Leh­re von Lothar Rohr in Kem­pen ge­lernt. Wich­tig ist auch, dass mei­ne Wurst im ech­ten Schwei­ne­darm steckt, und dass sie auf ech­ter Holz­koh­le ge­grillt wird, nicht auf Bri­ketts.“Weil sie den be­son­de­ren Ge­schmack hat, steu­ern vie­le Ken­ner ge­zielt Wurst­wa­ren Wil­li Meu­ter an. Sei­ne Pro­duk­te sind in­zwi­schen 20 Mal mit der Gold­me­dail­le der Deut­schen Land­wirt­schafts-Ge­sell­schaft (DLG) prä­miert wor­den.

Meu­ters Rost­brat­wurst gab es üb­ri­gens recht früh nicht nur auf den Märk­ten am Nie­der­rhein zu kau­fen. Meu­ter be­tei­lig­te sich an ei­nem Bochol­ter Meisterb­trieb, der die Würs­te streng nach Meu­ters Re­zept her­stell­te. Von dort wer­den sie ver­sandt, auch nach Finn­land, Schwe­den und so­gar New York.

Wie­der­se­hen am Würst­chen­stand: Bo­xer Pe­ter Mül­ler (r.), da­hin­ter Meu­ter.

Bun­des­kanz­ler Hel­mut Kohl 1990 in Bonn mit Meu­ters Rost­brat­wurst.

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