Be­wer­bung um Ry­der Cup der Gol­fer schei­tert

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

WENT­WORTH (dpa) Das nächs­te gro­ße Sport-Event geht an Deutsch­land vor­bei. Der Ry­der Cup 2022 wird nicht im bran­den­bur­gi­schen Bad Saa­row, son­dern in Rom aus­ge­spielt. Der Ver­an­stal­ter Ry­der Cup Eu­ro­pe kür­te am Mon­tag in sei­ner Zen­tra­le im eng­li­schen Went­worth über­ra­schend Ita­li­ens Haupt­stadt zum Aus­rich­ter der 44. Auf­la­ge des pres­ti­ge­träch­ti­gen Kon­ti­nen­tal­ver­gleichs der bes­ten Gol­fer aus Eu­ro­pa und den USA. Nach den ge­schei­ter­ten Olympia-Kan­di­da­tu­ren von München und Ham­burg muss der deut­sche Sport ei­ne wei­te­re Schlap­pe hin­neh­men.

Der Ry­der Cup zählt welt­weit zu den größ­ten Sportveranstaltungen mit den höchs­ten TV-Ein­schalt­quo­ten. Den Ry­der Cup im ver­gan­ge­nen Jahr im schot­ti­schen Gle­nea­gles sol­len sich welt­weit mehr als ei­ne hal­be Mil­li­ar­de Men­schen am Fern­se­her an­ge­schaut ha­ben. Der Wett­kampf wird al­le zwei Jah­re ab­wech­selnd in Eu­ro­pa und den USA aus­ge­spielt. Der nächs­te Kon­ti­nen­tal­ver­gleich fin­det im Herbst 2016 im US-Bun­des­staat Min­ne­so­ta statt.

Die Ab­sa­ge für den Ku­r­ort am Schar­müt­zel­see rund 70 Ki­lo­me­ter süd­öst­lich von Ber­lin kam über­ra­schend. Lan­ge galt die deut­sche Be­wer­bung als Fa­vo­rit. „Das ist scha­de. Na­tür­lich sind wir ent­täuscht. Wir hat­ten ei­ne su­per Be­wer­bung ab­ge­ge­ben“, sag­te Mar­co Kaus­s­ler, Lei­ter der deut­schen Ry­der-CupBe­wer­bung. Po­li­tik, Wirt­schaft und Sport ha­ben laut Kaus­s­ler ge­schlos­sen hin­ter dem „ver­nünf­ti­gen und nach­hal­ti­gen Kon­zept“ge­stan­den.

Die neu­er­li­che Be­wer­bung hat­te die Rü­cken­de­ckung des Lan­des Bran­den­burg und des Bun­des. Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um ge­währ­te den Or­ga­ni­sa­to­ren schon vor der Ab­stim­mung ei­ne Steu­er­er­be­frei­ung. Vor vier Jah­ren war das nicht der Fall. Da­mals hat­te die Be­wer­bung um den Ry­der Cup 2018 nicht die Rü­cken­de­ckung aus der Po­li­tik. Frank­reich mach­te das Ren­nen. Über die Grün­de für die neu­er­li­che Ab­sa­ge kann nur spe­ku­liert wer­den.

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