See­ho­fer schlägt ver­söhn­li­che Tö­ne auf CDU-Par­tei­tag an

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

KARLS­RU­HE (may-) CSU-Chef Horst See­ho­fer hat zum Ab­schluss des CDU-Par­tei­ta­ges die Ge­mein­sam­kei­ten der Uni­ons­par­tei­en in der Flücht­lings­po­li­tik her­vor­ge­ho­ben und die ul­ti­ma­ti­ve For­de­rung nach ei­ner Ober­gren­ze re­la­ti­viert. „Ab­ge­rech­net wird am En­de über die Zahl der Flücht­lin­ge“, be­ton­te er.

Nach der Brüs­kie­rung Mer­kels beim CSU-Par­tei­tag in München vor drei­ein­halb Wo­chen hat­ten die CDU-De­le­gier­ten den Vor­sit­zen­den der baye­ri­schen Schwes­ter­par­tei nur mit spar­sa­mem Ap­plaus be­grüßt. Die Zu­stim­mung wuchs je­doch, als See­ho­fer den na­he­zu ein­hel­lig ver­ab­schie­de­ten CDU-An­trag wür­dig­te, weil die­ser eben­falls die Bot­schaft aus­sen­de, dass Deutsch­land durch ein An­hal­ten der ho­hen Flücht­lings­zah­len über­for­dert wä­re. Lang­an­hal­ten­den Bei­fall er­hielt der CSU-Chef, als er Mer­kel als „ex­zel­len­te Bun­des­kanz­le­rin“be­zeich­ne­te, die auch in Bay­ern „hoch ge­schätzt“wer­de.

Die CSU-For­de­rung nach ei­ner Be­gren­zung blei­be für ihn zwar Leit­li­nie, be­ton­te See­ho­fer. Er stell­te sie je­doch in ei­nen Zu­sam­men­hang mit dem Mer­kel-Kon­zept, das auch ei­ne Rück­füh­rung ab­ge­lehn­ter Asyl­be­wer­ber, Kon­tin­gent­lö­sun­gen in ganz Eu­ro­pa, Si­che­run­gen der EUAu­ßen­gren­zen und ins­ge­samt ei­ne Re­du­zie­rung der Flücht­lings­zah­len ent­hält. Zu­gleich bot See­ho­fer der CDU Un­ter­stüt­zung bei den be­vor­ste­hen­den Land­tags­wah­len an. Leit­ar­ti­kel Po­li­tik

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