Klat­sche für Op­po­si­ti­on

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON DETLEV HÜWEL

Nach meh­re­ren glas­kla­ren Sie­gen vor dem Ver­fas­sungs­ge­richt in Müns­ter ge­gen die rot­grü­ne Haus­halts­po­li­tik muss die Land­tags­op­po­si­ti­on jetzt selbst ei­ne her­be Nie­der­la­ge ein­ste­cken. Al­ler­dings wirft das Ur­teil Fra­gen auf.

„Müns­ter“hat zwar klar­ge­stellt, dass ei­ne Re­gie­rung der Op­po­si­ti­on In­for­ma­tio­nen ver­wei­gern kann, so­fern die­se ih­re in­ners­ten Er­ör­te­run­gen tan­gie­ren (Kern­be­reichs­schutz). Was da­zu zählt, ist al­ler­dings aus­le­gungs­fä­hig. Die Re­gie­rung von Han­ne­lo­re Kraft (SPD) wird dem Ge­richt je­den­falls dank­bar sein für die­sen Hand­lungs­spiel­raum.

Im vor­lie­gen­den Fall ging es um die in­ter­nen Spar­über­le­gun­gen des von Kraft ein­ge­setz­ten „Ef­fi­zi­enz­Teams“, dem aber auch Land­tags­po­li­ti­ker von SPD und Grü­nen an­ge­hör­ten. Sie hat­ten frag­los ei­nen gro­ßen In­for­ma­ti­ons­vor­sprung vor der Op­po­si­ti­on. Doch war die­ses Gre­mi­um über­haupt ver­fas­sungs­kon­form? Die­se Fra­ge hat „Müns­ter“nicht ent­schie­den, weil die Op­po­si­ti­on ei­ne sol­che Klä­rung nicht ge­son­dert be­an­tragt hat­te. Die­ses Ver­säum­nis muss sie sich nun so­gar vom Ge­richt vor­hal­ten las­sen. BE­RICHT

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