Jetzt güns­tig den Som­mer­ur­laub bu­chen

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR -

BER­LIN (dpa) Wenn der Kun­de ins Rei­se­bü­ro geht, hat er in der Re­gel ein Ziel im Sinn: mög­lichst güns­tig bu­chen. Wenn der Rei­se­ver­an­stal­ter sei­ne Pau­schal­an­ge­bo­te schnürt, kauft er Flug- und Zim­mer­kon­tin­gen­te und hofft, die­se Ka­pa­zi­tä­ten auch aus­zu­las­ten. Früh­bu­cher-An­ge­bo­te brin­gen bei­de Sei­ten zu­sam­men. „Sie sind ei­gent­lich ei­ne Win­Win-Si­tua­ti­on“, sagt Torsten Kirst­ges, Tou­ris­mus­ex­per­te an der Ja­de Hoch­schu­le in Wil­helms­ha­ven.

Der größ­te Vor­teil aus Sicht des Rei­sen­den: Er spart or­dent­lich Geld, wenn er sich schon meh­re­re Mo­na­te vor der Hochsaison im Som­mer auf ei­ne Ur­laubs­rei­se fest­legt. „Bei den Früh­bu­cher-An­ge­bo­ten sind sat­te Er­spar­nis­se drin. Die Ab­schlä­ge lie­gen meist deut­lich über zehn Pro­zent“, sagt Kirst­ges. „Und das müs­sen sie auch, denn sonst wür­den die Kun­den sie nicht als be­son­ders wahr­neh­men.“Dass sie dies of­fen­bar tun, be­le­gen Zah­len des Deut­schen Rei­se­ver­ban­des: Der An­teil der Früh­bu­cher, die sechs Mo­na­te oder frü­her bu­chen, hat sich von 2013 auf 2014 um 14 Pro­zent er­höht.

„Auf lan­ge Sicht ist der An­teil der Früh­bu­cher eher ge­stie­gen“, be­stä­tigt Kirst­ges. „Es gibt durch­aus ei­nen Trend zum frü­he­ren Bu­chen.“Bei­spiel Tui: Beim Markt­füh­rer wird nach ei­ge­nen An­ga­ben rund ein Vier­tel der Som­mer­rei­sen vor dem Jah­res­wech­sel ge­bucht und noch ein­mal ein Vier­tel im Haupt­bu­chungs­mo­nat Ja­nu­ar. Der Vor­teil für den Ver­an­stal­ter: Er hat Pla­nungs­si­cher­heit, wenn er schon früh vie­le Rei­sen ver­kauft. „Je mehr Früh­bu­cher er hat, um­so eher kann er ab­schät­zen, wie die Sai­son lau­fen wird“, sagt Kirst­ges.

In­ner­halb der Früh­bu­cher-Pro­gram­me va­ri­ie­ren die An­ge­bo­te und Fris­ten der Ver­an­stal­ter. Bei Tui gilt der Groß­teil der Er­mä­ßi­gun­gen für Bu­chun­gen bis En­de Fe­bru­ar. Doch auch im März und April kann es noch An­ge­bo­te ge­ben. Die Er­spar­nis bei Zie­len auf der Mit­tel­stre­cke liegt bei et­wa 15 Pro­zent pro Person und Nacht, er­klärt Tui. Je nach Ho­tel kann sie bis zu 35 Pro­zent des Rei­se­prei­ses be­tra­gen.

Dass der Be­griff Früh­bu­cher re­la­tiv dehn­bar ist, zeigt der Mün­che­ner Ver­an­stal­ter FTI. Er bie­tet so­ge­nann­te Top-Ra­bat­te bis 31. Ja­nu­ar mit Er­spar­nis­sen von bis zu 50 Pro­zent bei aus­ge­wähl­ten Ho­tels. Die Su­per-Ra­bat­te lau­fen bis 31. März, bis zu 40 Pro­zent Nach­lass sind dann noch drin. Und im­mer noch bis zu 30 Pro­zent ver­spricht FTI bis zum Stich­tag 31. Ju­li.

Bei der DER Tou­ris­tik mit ih­ren Baustein- und Pau­schal­rei­se-Mar­ken gibt es un­ter­schied­li­che Stich­ta­ge mit ent­spre­chend ver­schie­de­nen Ra­bat­ten. Wer et­wa bei Mei­er’s Welt­rei­sen ein be­stimm­tes VierS­ter­ne-Strand­ho­tel auf Bar­ba­dos bis 20. De­zem­ber bucht, zahlt für sie­ben Näch­te all in­clu­si­ve 45 Pro­zent we­ni­ger. Grund­sätz­lich gilt: Je län­ger im Vor­aus ge­bucht wird, des­to hö­her die Er­mä­ßi­gung.

Ne­cker­mann Rei­sen, die Mar­ke von Tho­mas Cook, nimmt mit den Früh­bu­cher-An­ge­bo­ten vor al­lem Fa­mi­li­en in den Blick. In aus­ge­wähl­ten Ho­tels gibt es „Kin­der­geld“in Hö­he von bis zu 100 Eu­ro. Und bei Groß­fa­mi­li­en zahlt je­des drit­te und vier­te Kind nur noch 99 Eu­ro für die Rei­se, bei Bu­chung bis 31. De­zem­ber in aus­ge­wähl­ten Ho­tels des Ver­an­stal­ters.

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