Schüt­zen­frau­en sam­meln wie­der

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

(esc) Fast 25 Jah­re ist es her, als Bri­git­te Schloss­mann die Idee hat­te: War­um kei­ne Festkleiderbörse or­ga­ni­sie­ren? Die Grup­pe der St. Jo­sef Schüt­zen­bru­der­schaft Geis­ten­beck „Trach­ten­frau­en“hat­te be­reits be­stan­den, aber wie das im­mer so ist mit ei­ner Idee: An der Um­set­zung ha­pert’s dann. Gu­te zwei Jah­re dau­er­te es, bis schließ­lich die ers­te Festkleiderbörse statt­fand, da­mals 1993, und der An­drang war so rie­sig, dass die Klei­der­stän­der nicht aus­reich­ten und die Hel­fer mit Be­sen­stie­len im­pro­vi­sier­ten. Mit dem Er­lös von den ins­ge­samt 300 ver­kauf­ten Klei­dern wur­de das Chris­to­phe­rus Ho­s­piz in Mön­chen­glad­bach un­ter­stützt. Seit­dem ist die Festkleiderbörse im Ter­min­ka­len­der vor­ge­merkt, näm­lich im­mer am zwei­ten Ja­nu­ar-Wo­che­n­en­de. Acht Jah­re über­nah­men die Trach­ten­frau­en die Or­ga­ni­sa­ti­on, da­nach ei­ne Grup­pe von zehn Frau­en der St. Jo­sef Schüt­zen­bru­der­schaft, im­mer da­bei na­tür­lich Bri­git­te Schloss­mann. Was mit Schüt­zen­fest­klei­dern be­gann, deckt heu­te die Aus­geh­mo­de für al­le An­läs­se ab – von Cock­tail­kleid über Abi­ball­out­fit bis hin zur Abend­ro­be. Bis heu­te konn­ten bei den Ver­käu­fen mehr als 24.000 Eu­ro ein­ge­nom­men wer­den – na­tür­lich nur, weil al­le Hel­fer eh­ren­amt­lich an­pa­cken. Das Geld ging zum Bei­spiel an die Deut­sche Leuk­ämie­hil­fe, an Zorn­rös­chen, die Kin­der­krebs­hil­fe, die El­tern­in­itia­ti­ve HIV be­trof­fe­ner Kin­der, die Ba­by­klap­pe Neu­werk und Licht­bli­cke Ra­dio 90.1. Au­ßer­dem konn­ten die ört­li­che Pfar­re, die För­der­schu­le und Kin­der­gär­ten un­ter­stützt wer­den. Die nächs­te Festkleiderbörse fin­det am Sonn­tag, 10. Ja­nu­ar 2016, von 11 bis 16.30 Uhr im Pfarr­heim Hei­lig Geist am Stap­per Weg 331 statt. Die Klei­der­an­nah­me ist ei­nen Tag vor­her zwi­schen 16 und 18 Uhr. Wei­te­re In­fos gibt Bri­git­te Schloss­mann un­ter der Te­le­fon­num­mer 02166 187977. ein. Um ei­ne sol­che Fei­er zu stem­men, braucht es vie­le flei­ßi­ge Hel­fer, wie Gre­tel Hahn. Sie ist mit ih­ren 93 Jah­ren das äl­tes­te Frau­en­hilfs­mit­glied und ei­ne be­son­ders be­gab­te Bast­le­rin. In die­sem Jahr steu­er­te sie die klei­nen Papp-Tan­nen­bäum­chen bei, die als De­ko auf den Ti­schen stan­den. Pfar­rer Mar­tin Gohl­ke er­öff­ne­te die Fei­er mit dem Chor Cant­are und dem Lied „In das War­ten die­ser Welt“. Auf dem Pro­gramm stan­den Ge­schich­ten, Ge­dich­te und Sket­che. An­schlie­ßend kam der Kin­der­chor, der „Tragt in die Welt nun ein Licht, sagt al­len: Fürch­tet euch nicht“sang. Die mu­si­ka­li­sche Lei­tung hat­te Kan­tor Jens Eb­mey­er. Die Se­nio­ren be­dank­ten sich üb­ri­gens für den schö­nen Nach­mit­tag mit ei­ner Spen­de von 500 Eu­ro. Mit dem Geld soll ein neu­er Herrn­hu­ter Stern für den Kir­ch­raum ge­kauft wer­den. Die Rest­sum­me geht an die Kir­chen­mu­sik der evan­ge­li­schen Ge­mein­de.

FOTO: MAR­TIN GOHL­KE

Gre­tel Hahn bas­tel­te die Weih­nachts­de­ko.

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