Jun­kers „Traum des Flie­gens“

Das Hu­go-Jun­kers-Gym­na­si­um er­in­nert mit zwei Pro­jek­ten an den 100. Jah­res­tag des J1-Erst­flugs.

Rheinische Post Moenchengladbach - - BILDUNG - VON KLE­MENS ZIRN­GIBL

Flie­gen­de Ele­fan­ten sind zu se­hen. Gleich da­ne­ben leuch­tet das Wort „Flug­mo­dus“groß auf, und et­was wei­ter ist Richard Dr­ews „Fal­ling Man“ab­ge­bil­det. Ge­meint sind die Bil­der der Aus­stel­lung „Traum des Flie­gens“des Hu­go-Jun­kers-Gym­na­si­ums (HGJ) in Mön­chen­glad­bach. Denn vor rund 100 Jah­ren, am 12. De­zem­ber 1915, hob die von Hu­go Jun­kers kon­stru­ier­te J1 auf ei- Wolf­gang Brem­ges

Schul­lei­ter nem Flug­feld in Dö­be­ritz na­he Ber­lin zu ih­rem Jung­fern­flug ab. Da­bei han­del­te es sich um den ers­ten Flug ei­nes Ganz­me­tall­flug­zeugs mit ver­span­nungs­frei­en Flü­geln. Ob­wohl die J1 bei der Lan­dung in Tur­bu­len­zen kam – ein Rad und ein paar Schweiß­näh­te des 973 Ki­lo­gramm schwe­ren Flug­zeugs ga­ben nach – gilt das Un­ter­fan­gen noch heu­te als Mei­len­stein in der Ge­schich­te der Luft­fahrt. Zu die­sem An­lass er­in­nert das nach dem Er­fin­der be­nann­te Gym­na­si­um mit ei­ner Aus­stel­lung und ei­nem 21-mi­nü­ti­gen Film an die­sen be­son­de­ren Tag.

„Das war da­mals ab­so­lut un­vor­stell­bar, so et­was Schwe­res in die Luft zu brin­gen“, er­zählt Wolf­gang Brem­ges, Schul­lei­ter des HGJ. Denn zu Be­ginn des 20. Jahr­hun­derts war man noch der Mei­nung, dass Flug- zeu­ge mög­lichst leicht und da­mit aus Holz ge­baut wer­den müss­ten. „Doch al­len Un­ken­ru­fen zum Trotz ließ er sei­ne Vi­si­on vom Flie­gen mit ei­ner gro­ßen und trans­port­fä­hi­gen Ma­schi­ne ganz aus Me­tall wahr wer­den“, sagt Brem­ges, der von dem Na­mens­pa­tron sei­ner Schu­le be­geis­tert ist.

Aber wie sieht der „Traum vom Flie­gen“heu­te aus? Mit die­ser Fra­ge ha­ben sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Q2-Kunst­kur­ses über das ge­sam­te Jahr auf ih­re ganz ei­ge- ne krea­ti­ve Art aus­ein­an­der­ge­setzt und ka­men da­bei zu unterschiedlichsten Er­geb­nis­sen. „Für Jun­kers war es das Flug­zeug, aber für mei­ne Schü­ler konn­te die­ser jahr­tau­sen­de­al­te Wunsch des Men­schen auch Din­ge wie Leich­tig­keit, das gen: „Beim Flug­mo­dus geht es ein­fach dar­um, was sich al­les ent­wi­ckeln kann, wenn man sei­nen Ge­dan­ken und sei­ner Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf lässt.“

Zu­sätz­lich zur Aus­stel­lung hat der In­for­ma­tik­kurs in Ei­gen­re­gie ei­nen Film über die Ge­schich­te und das Le­ben Hu­go Jun­kers er­stellt. „Wir woll­ten auf­zei­gen, was er für uns und die Schu­le als Vor­bild in Sa­chen Krea­ti­vi­tät, Pio­nier­geist und viel­sei­ti­ger Bil­dung be­deu­tet“, be­rich­tet Ele­ne Fak­to­ro­vich, un­ter de­ren Lei­tung das Pro­jekt ent­stan­den ist. Wer den Film ein­mal selbst se­hen möch­te, fin­det ihn dem­nächst auf der Web­sei­te des HJG.

Die Aus­stel­lung kann noch bis Fe­bru­ar zu den Öff­nungs­zei­ten der Schu­le in Rhe­ydt an der Bruck­ne­ral­lee be­sucht wer­den.

„Al­len Un­ken­ru­fen zum Trotz ließ Jun­kers sei­ne

Vi­si­on wahr wer­den“

RP-FOTO: ISA­BEL­LA RAUPOLD

Die Aus­stel­lung „Vor 100 Jah­ren ab­ge­ho­ben“ist noch bis Fe­bru­ar im Hu­go-Jun­kers-Gym­na­si­um zu se­hen. Phil­lip Büd­gen­bach er­klärt den Be­su­chern sein Bild.

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