Pe­ter, wir wis­sen, wo dein Au­to steht!

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

Wenn Pe­ter Neur­u­rer mit sei­nem Au­to auf­kreuzt, gibt es ein gro­ßes Hal­lo. Im­mer. Er­in­nern wir uns nur dar­an, wie er im Früh­jahr in Han­no­ver zu Ver­hand­lun­gen über ei­ne Tä­tig­keit als künf­ti­ger 96-Trai­ner vor­fuhr. Aus dem Ruhr­ge­biet war er in Nie­der­sach­sens Haupt­stadt ge­eilt. Vom Fah­rer­sitz gab er läs­sig In­ter­views. Al­lein der Fuchs­schwanz an der Antenne fehl­te, um das Bild ab­zu­run­den. Pe­ter Neur­u­rer – der läs­sigs­te Por­schefah­rer seit Ja­mes De­an!

Die in­ni­ge Ver­bin­dung zwi­schen Neur­u­rer und Por­sche gibt es üb­ri­gens schon seit Be­ginn der 90er-Jah­re. Da­mals ret­te­te er Schal­ke vor dem Ab­stieg. Und die Prä­si­den­ten­gat­tin Chris­ta Paas rief ihm zu: „Jetzt kannst du den Por­sche ha­ben!“Der Trai­ner hat­te sich näm­lich ver­narrt – ins Ca­brio der groß­zü­gi­gen Da­me. Und ein paar Jah­re spä­ter fuhr er in die­sem Wa­gen, Ba­de­lat­schen und Trai­nings­an­zug beim Ar­beits­amt Saar­brü­cken vor, um Ar­beits­lo­sen­geld zu be­an­tra­gen.

An die­sem Mon­tag nun sorg­te der Fah­rer des fe­schen Wa­gens mit dem amt­li­chen Kenn­zei­chen GE-PN ... er­neut für Auf­se­hen. Als Spor­t1Zweit­li­ga­ex­per­te sorg­te der erst­klas­si­ge Un­ter­hal­tungs­künst­ler beim trist-tor­lo­sen Meis­ter­schafts­spiel zwi­schen Ar­mi­nia Bie­le­feld und dem FC St. Pau­li für ein Sch­man­kerl. Er hat­te sei­ne Ka­ros­se so ge­schickt ge­parkt, dass ihn die Sta­di­on­re­gie in der Pau­se per Ein­blen­dung auf der An­zei­ge­ta­fel zu sei­nem Au­to bat. Neur­u­rer hat­te sich an­geb­lich schon ge­wun­dert, dass ihm ein Stell­platz zu­ge­wie­sen wor­den war, auf dem er 50 Au­tos zu­park­te. Nun ja!

Mit der Par­ke­rei hat der Gu­te häu­fi­ger ein Pro­blem. Im April hat­te er sich beim Ab­schieds­spiel für das alt­ehr­wür­di­ge Len­ne­per Rönt­gens­ta­di­on ein­fin­den sol­len. Als er fest­stell­te, dass ihm und sei­nem Por­sche kein her­aus­ra­gen­der Park­platz re­ser­viert war und er „25 Mal ums Sta­di­on kur­ven“muss­te, aber doch kei­nen Platz fand, trat er un­ver­rich­te­ter Din­ge die Heim­rei­se an. Ein Pe­ter Neur­u­rer parkt doch nicht wie je­der Nor­mal­sterb­li­che.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.