Impf­pflicht für Kin­der stößt auf gro­ße Un­ter­stüt­zung

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

BER­LIN (jd/may-/qua) Die vom CDU-Par­tei­tag ver­lang­te „ge­setz­li­che Grun­dimpf­pflicht für Klein­kin­der“ist beim Ko­ali­ti­ons­part­ner SPD und Ärz­te­ver­bän­den auf deut­li­che Un­ter­stüt­zung ge­sto­ßen. Vor al­lem bei Ma­sern sei das „völ­lig rich­tig“, sag­te SPD-Frak­ti­ons­vi­ze Karl Lau­ter­bach. Er will mit Ge­sund­heits­mi­nis­ter Her­mann Grö­he (CDU) mög­lichst bald über die Ein­füh­rung ei­ner Impf­pflicht ins Ge­spräch kom­men. In der SPD wer­de sich da­für ei­ne brei­te Mehr­heit fin­den.

Auch Ärz­te­kam­mer­prä­si­dent Frank Ulrich Mont­go­me­ry be­ur­teil­te den Vor­stoß als rich­tig. „Wir müs­sen den ernst­haf­ten Ver­such un­ter­neh­men, für al­le Kin­der Impf­schutz her­zu­stel­len, auch wenn es im­mer El­tern ge­ben wird, die sich trotz Auf- klä­rung ver­wei­gern“, er­klär­te Mont­go­me­ry. Mit Imp­fun­gen über­näh­men El­tern nicht nur Ver­ant­wor­tung für das ei­ge­ne Kind, son­dern auch für die ge­sam­te Ge­sell­schaft. Das Ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um ver­wies auf das Prä­ven­ti­ons­ge­setz, dem­nach Impf­be­ra­tung vor der Ki­ta ver­pflich­tend sei und un­ge­impf­te Kin­der beim Aus­bruch ei­ner Krank­heit vom Be­such ei­ner Ge­mein­schafts­ein­rich­tung aus­ge­schlos­sen wer­den könn­ten. Nach An­sicht der Lin­ken über­steigt bei Imp­fun­gen grund­sätz­lich der Nut­zen die Ri­si­ken. „Imp­fun­gen stel­len je­doch me­di­zi­ni­sche Ein­grif­fe dar, die auf Frei­wil­lig­keit be­ru­hen sol­len“, sag­te Lin­ken-Ge­sund­heits­ex­per­tin Kath­rin Vog­ler. Leit­ar­ti­kel

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