Bahn muss stär­ker auf Kun­den­wün­sche ach­ten

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON MAXIMILIAN PLÜCK

Dass sich der An­bie­ter MeinFern­bus-Flix­bus für sei­ne neu­es­te An­kün­di­gung den Tag aus­sucht, an dem Bahn­chef Rü­di­ger Gru­be dem Auf­sichts­rat sein Kon­zern­um­bau-Pro­gramm vor­stellt, ist fre­ches Kal­kül. Das Bus­un­ter­neh­men er­klär­te, in den Schie­nen­ver­kehr ein­zu­stei­gen. Zu­nächst zwar nur als Test in Ös­ter­reich und Tsche­chi­en, lang­fris­tig aber auch hier­zu­lan­de.

Auch wenn man die voll­mun­di­ge An­kün­di­gung bei der Deut­schen Bahn wohl mit ei­nem Ach­sel­zu­cken als PR-Gag ab­tun wird, zeigt der Vor­gang ein­mal mehr: Der Hand­lungs­druck auf die Bahn steigt dank des Wett­be­werbs der Stra­ße. Und da­von pro­fi­tiert am En­de der Kun­de, denn Gru­bes Qua­li­täts­of­fen­si­ve soll mehr Pünkt­lich­keit, Sau­ber­keit und Kun­den­in­for­ma­tio­nen brin­gen. Al­le drei Punk­te müss­ten bei ei­nem fahr­gas­tori­en­tier­ten Un­ter­neh­men ei­gent­lich schon heu­te selbst­ver­ständ­lich sein.

Da­mit der Bahn­chef die­se nun aber auch schnell um­set­zen kann, muss der Bund als Ei­gen­tü­mer eben­falls ei­nen Bei­trag leis­ten. Er soll­te hin­ter­fra­gen, ob ei­ne Zwangs­di­vi­den­de – zu­mal in ei­ner Si­tua­ti­on, in der der Bahn ein Mil­li­ar­den­ver­lust droht – das rich­ti­ge Mit­tel ist oder ob das Geld nicht bes­ser für zu­sätz­li­che Qua­li­tät im Kon­zern blei­ben soll­te. BE­RICHT

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