Po­lens Prä­si­dent igno­riert das Ver­fas­sungs­ge­richt

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

WARSCHAU (dpa) Die na­tio­nal­kon­ser­va­ti­ve Füh­rung Po­lens bleibt im Kon­flikt mit dem Ver­fas­sungs­ge­richt hart. Prä­si­dent An­drzej Du­da wei­ger­te sich, ei­ner Ent­schei­dung des Ge­richts Fol­ge zu leis­ten und drei noch vom al­ten li­be­ral­kon­ser­va­ti­ven Par­la­ment ge­wähl­te Rich­ter zu er­nen­nen. Die Na­tio­nal­kon­ser­va­ti­ven wol­len zu­dem das Ge­setz über das Ver­fas­sungs­ge­richt än­dern. Nach den Plä­nen soll Pa­ra­graf 16 ent­fal­len, der die Un­ab­hän­gig­keit des Ge­richts ga­ran­tiert. Der frü­he­re Prä­si­dent Lech Wa­le­sa äu­ßer­te sich be­sorgt: „Wenn wir uns nicht dar­auf be­sin­nen, dass die Drei­tei­lung der Macht un­ent­behr­lich ist, dann könnt ihr mir glau­ben, dass ich mich noch ein­mal an die Spit­ze stel­le und die­sen Kampf füh­ren wer­de.“Wa­le­sa hat­te in den 80er Jah­ren als Ge­werk­schafts­füh­rer dem kom­mu­nis­ti­schen Re­gime die Stirn ge­bo­ten.

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