EU-Ge­richt stoppt Geld­bu­ßen für Luft­fracht-Kar­tell

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

LU­XEM­BURG (dpa) Meh­re­re Flug­ge­sell­schaf­ten müs­sen we­gen ih­rer an­geb­li­chen Be­tei­li­gung an ei­nem Fracht­kar­tell vor­erst kei­ne Geld­bu­ßen zah­len. Das Ge­richt der EU er­klär­te ei­nen Be­schluss der EU-Kom­mis­si­on aus for­ma­len Grün­den für nich­tig, der 13 Luft­fahrt­kon­zer­nen Geld­bu­ßen von ins­ge­samt 790 Mil­lio­nen Eu­ro auf­er­legt hat­te. Die Kom­mis­si­on wirft den Air­lines vor, von 1999 bis 2006 die Ke­ro­sin- und Si­cher­heits­zu­schlä­ge für Fracht­flü­ge zu­las­ten der Bahn-Toch­ter DB Schen­ker ab­ge­spro­chen zu ha­ben.

Das EU-Ge­richt be­grün­de­te sei­ne Ent­schei­dung mit Wi­der­sprü­chen im Geld­bu­ßen-Be­schluss der Kom­mis­si­on. So be­zie­he sich die Be­grün­dung vom No­vem­ber 2010 auf ein ein­zi­ges Kar­tell. In der Ver­fü­gung des Be­schlus­ses wer­de da­ge­gen auf vier ver­schie­de­ne Ver­stö­ße Be­zug ge­nom­men, so das Ge­richt. Die EU-Kom­mis­si­on kann ge­gen die Ent­schei­dung Ein­spruch ein­le­gen. Die Deut­sche Bahn hat­te sich un­längst mit meh­re­ren US-Un­ter­neh­men au­ßer­ge­richt­lich ge­ei­nigt. Mit an­de­ren Air­lines führt sie Ver­hand­lun­gen über Scha­den­er­satz.

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