Er­ben von Pri­vat­pi­lot haf­ten für Ab­sturz­dra­ma

Rheinische Post Moenchengladbach - - GESELLSCHAFT -

HAMM/FRÖN­DEN­BERG (dpa) Auch Pri­vat­pi­lo­ten kön­nen für Schä­den bei ei­nem Flug­zeug­ab­sturz haft­bar ge­macht wer­den – un­ab­hän­gig von ih­rem per­sön­li­chen Ver­schul­den. Das hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in ei­nem Streit um Scha­den­er­satz nach dem tra­gi­schen Ab­sturz ei­ner Leicht­ma­schi­ne mit fünf To­ten am Ruh­ru­fer 2013 ent­schie­den. Wie das Ge­richt mit­teil­te, gel­te auch für nicht ge­werb­lich tä­ti­ge Pi­lo­ten die luft­ver­kehrs­recht­li­che Ge­fähr­dungs­haf­tung, die zu Scha­den­er­satz ver­pflich­tet. Da­bei kom­me es nicht dar­auf an, ob der Pi­lot Schuld trägt, son­dern viel­mehr, ob sein Flug mehr als ei­ne Ge­fäl­lig­keit ist, er­läu­ter­te ein Spre­cher. Dem­nach muss nun der Er­be des Pi­lo­ten für Be­er­di­gungs­kos­ten in Hö­he von 7600 Eu­ro auf­kom­men. Als Ur­sa­che des Ab­stur­zes gilt Ke­ro­sin­man­gel.

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