Die Lin­ken wol­len sich mit der IHK ver­bün­den

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

(web) Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Lin­ken ist un­ter die Dich­ter ge­gan­gen. Tor­ben Schultz reim­te frei nach Hein­rich Hoff­mann über den „Steu­er­kas­per“. „Der Haus­halt war nie kern­ge­sund, kein di­cker Bub, nicht ku­gel­rund. Er hat­te Lö­cher rot und groß; wurd’ er auch mit Stär­kungs­pakt nicht los . . .“hieß es in Schultz’ Ge­dicht. Bei die­sem Ein­stieg war es am En­de auch klar: Die Lin­ke lehn­te den Haus­halts­ent­wurf ab.

Aber selbst die Frak­ti­on der Lin­ken hät­te ei­ne Steu­er­er­hö­hung mit­ge­tra­gen – wenn die­se sich nur auf die Ge­wer­be­steu­er be­schränkt hät­te und nicht auch die Grund­steu­er B be­tref­fen wür­de. Und Schultz pro­vo­zier­te CDU und SPD: „Muss nun aus­ge­rech­net die Lin­ke sich mit der IHK ver­bün­den und ih­nen auf­zei­gen, wel­che schlech­te Stand­ort­po­li­tik Sie ma­chen?“

Dies be­deu­te aber nicht, dass die Lin­ke mit den zu­sätz­li­chen Ein­nah­men die AöR Sau­ber­keit mit­ge­tra­gen hät­te. Die­se sei „über­has­tet und hand­werk­lich schlecht ge­macht. Und vor al­lem teu­er“. Um Her­aus­for­de­run­gen der Zu­kunft – et­wa bei den Flücht­lings­strö­men – zu be­wäl­ti­gen, sei es wich­tig, an­de­re Schwer­punkt als die Sau­ber­keit der Stadt zu set­zen. Für die Lin­ke sei es wich­tig, mehr für Bil­dung, So­zia­les und güns­ti­gen Wohn­raum zu tun.

Schultz: „Es nützt doch nie­man­den et­was, wenn wir 2020 auf ei­ner sau­be­ren grü­nen Wie­se sit­zen, um­zin­gelt von hoch­wer­ti­gem Wohn­raum. Aber selbst uns kein Dach über dem Kopf leis­ten kön­nen.“Die Lin­ke for­der­te ei­ne sieb­te Ge­samt­schu­le und zu­sätz­li­che Stra­ßen­so­zi­al­ar­beit. Den Haus­halt lehn­te sei­ne Frak­ti­on ab.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.