Ein In­ves­tor hat die al­te Braue­rei Jö­ris ge­kauft

Rheinische Post Moenchengladbach - - STADTTEILE - VON IN­GE SCHNETTLER

WES­TEND Drei Jah­re hat das schnu­cke­li­ge Fach­werk­haus an der Spei­cker Stra­ße leer­ge­stan­den. Jetzt hat das Im­mo­bi­li­en­bü­ro Stef­fens und Roth ei­nen Käufer für die al­te Braue­rei Jö­ris ge­fun­den. „Wir ha­ben ei­nen gu­ten Ab­schluss ge­macht“, sag­te Tho­mas Stef­fen ges­tern auf Nach­fra­ge. Die Über­ga­be an den neu­en Ei­gen­tü­mer soll in der ers­ten Ja­nu­ar­hälf­te er­fol­gen. 365.000 Eu­ro hat­ten er und sei­ne Part­ner für das Haus ge­for­dert. „Wir freu­en uns, dass in die­ses Haus bald wie­der Le­ben ein­zie­hen wird.“Wer der Käufer ist und wie die Nut­zung der Im­mo­bi­lie am En­de aus­se­hen wird, woll­te Stef­fen – aus Da­ten­schutz­grün­den – noch nicht ver­ra­ten.

Den Mak­lern war von vor­ne­her­ein klar, dass es nicht ganz ein­fach sein wür­de, das Haus Jö­ris zu ver­kau­fen. Die Ban­ken fi­nan­zie­ren Gas­tro­no­mie al­len­falls noch, wenn der Ei­gen­tü­mer 50 Pro­zent Ei­gen­ka­pi­tal mit­bringt. Auch die er­for­der­li­chen Um­bau­maß­nah­men für den ge­for­der­ten Brand­schutz wa­ren ein Pro­blem. „Den­noch hat­ten wir im Lau­fe der Zeit im­mer wie­der In­ter­es­sen­ten.“Die Stadt ha­be das Ob­jekt be­reits in Au­gen­schein ge­nom­men und si­gna­li­siert, dass man die Sa­nie­rung für­sorg­lich be­glei­ten wer­de.

Im Au­gust 2012 hat­te ein Schild mit der Auf­schrift „Vor­über­ge­hend ge­schlos­sen“im Fens­ter der Tra­di­ti­ons­knei­pe Stamm­kun­den und Freun­de des Hau­ses ver­schreckt. In der Braue­rei Jö­ris – be­son­ders at­trak­tiv mit Ter­ras­se und Win­ter­gar­ten – hat­te man sich frü­her mit­tags oder abends zu def­tig-rhei­ni­schen Spei­sen und küh­len Ge­trän­ken ge­trof­fen. Die Ent­täu­schung war des­halb rie­sen­groß, als be­kannt wur­de, dass das Haus ge­schlos­sen wird. Jetzt geht’s wie­der berg­auf an der Spei­cker Stra­ße 3.

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