Chicha­ri­to schießt 18 To­re in 21 Spie­len

Der Me­xi­ka­ner hilft Bay­er Leverkusen aus Mar­ke­ting-Ge­sichts­punk­ten auch ne­ben dem Platz.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT - VON SI­MON JANS­SEN

UN­TER­HA­CHING Lou­is van Gaal hat es nicht leicht in die­sen Ta­gen. Nicht nur die Tat­sa­che, dass der Trai­ner mit Man­ches­ter Uni­ted nach dem Aus in der Cham­pi­ons Le­ague und Platz vier in der Li­ga den ho­hen Er­war­tun­gen in der eng­li­schen Ar­bei­ter­stadt bei wei­tem nicht ge­recht wird. Auch Ja­vier „Chicha­ri­to“Her­nan­dez sorgt im knapp 684 Ki­lo­me­ter ent­fern­ten Leverkusen für Ver­stim­mung bei den Fans der „Red De­vils“. Wäh­rend sich sei­ne ehe­ma­li­gen Sturm-Kon- kur­ren­ten äu­ßerst schwer tun, Sco­r­er­punk­te zu sam­meln, gibt der vor we­ni­gen Mo­na­ten aus­sor­tier­te Chicha­ri­to bei Bay­er 04 den Al­lein­un­ter­hal­ter – 18 To­re in 21 Spie­len er­ziel­te die „Klei­ne Erb­se“, wie der 27-Jäh­ri­ge auch ge­nannt wird, im Dress von Bay­er 04.

In der Li­ga trifft er im Schnitt al­le 95 Mi­nu­ten. Zu­letzt knips­te er beim 3:1 im DFB-Po­kal ge­gen die Spiel­ver­ei­ni­gung Un­ter­ha­ching. „Bei mir wür­de er im­mer spie­len“, kri­ti­sier­te Man­ches­ter-Uni­ted-Tor­hü­ter Da­vid De Gea jüngst sei­nen Trai­ner. Die eng­li­schen Fans be­gin­nen all­mäh- lich an der Kom­pe­tenz des Nie­der­län­ders zu zwei­feln, der den Pu­bli­kums­lieb­ling für rund elf Mil­lio­nen Eu­ro an den Rhein zie­hen ließ.

In der Füh­rungs­eta­ge von Bay­er nimmt man die ge­reiz­te Stim­mung auf der In­sel mit Ge­nug­tu­ung zur Kennt­nis. Da­bei geht es we­ni­ger um Scha­den­freu­de, als um die Be­stä­ti­gung, dass man in dem me­xi­ka­ni­schen Su­per­star ei­nen der größ­ten Trans­fer-Coups der ver­gan­ge­nen Jah­re ge­lan­det hat. Wo die Mann­schaft von Ro­ger Schmidt oh­ne Chicha­ri­to-To­re in die­ser Sai­son stün­de, möch­te man sich in Le­ver- ku­sen lie­ber nicht aus­ma­len. Schließ­lich schoss der Me­xi­ka­ner fast die Hälf­te der 24 Le­ver­ku­se­ner Bun­des­li­ga-To­re. „Ich bin hap­py, hier zu sein, mit die­sem Team, in ei­ner der drei bes­ten Li­gen der Welt“, sagt er über sei­nen Ar­beit­ge­ber.

Auch aus Mar­ke­ting-Ge­sichts­punk­ten er­wies sich die Ver­pflich­tung als cle­ve­rer Schach­zug. So sind die TV-Quo­ten bei Bay­er-Spie­len in Nord­ame­ri­ka an­ge­stie­gen. Auch auf­grund sei­ner fünf Mil­lio­nen Twit­ter-Fol­lo­wer be­zeich­ne­te Ge­schäfts­füh­rer Micha­el Scha­de ihn als „Rund­um-Sorg­los-Pa­ket“.

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