Do­m­in­guez schließt Sai­son­aus nicht aus

Der Spa­nier ist zu­frie­den mit der Rü­cken-OP und den ers­ten Wo­chen da­nach. Wann und ob er bis Mai über­haupt noch zum Ein­satz kommt, ist in­des noch nicht ab­seh­bar. Patrick Herr­mann läuft der­weil wie­der.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON STE­FAN KLÜTTERMANN

Pro­gno­sen be­inhal­ten na­tur­ge­mäß ei­ne ge­wis­se Un­ge­nau­ig­keit, weil sie eben ein Blick in die Zu­kunft sind. Pro­gno­sen sind aber ge­ra­de bei Bo­rus­sia die­ser Ta­ge ein be­herr­schen­des The­ma, weil es nun mal ei­ne ent­schei­den­de Rol­le bei den Trans­fer­über­le­gun­gen spielt, wann wel­cher ver­letz­te Spie­ler in der Rück­run­de wie­der ein­satz­fä­hig sein wird. Im Fall von Al­va­ro Do­m­in­guez stel­len sich die Pro­gno­sen der­zeit höchst un­ter­schied­lich da.

Der Spa­nier, der in der zwei­ten No­vem­ber-Hälf­te in München am Rü­cken ope­riert wor­den war, will sei­ner­seits ein Sai­son­aus nicht aus­schlie­ßen. „Wir wis­sen es nicht“, sag­te der 26-Jäh­ri­ge nach dem Bre­men-Spiel auf die Fra­ge, ob er da­mit rech­ne, in der Rück­run­de noch zum Ein­satz zu kom­men. „Ich den­ke, es wird drei vier Mo­na­te dau­ern, bis ich ins Trai­ning zu­rück­kom­me.“Kurz zu­vor hat­te sich Sport­di­rek­tor Max Eberl noch deut­lich op­ti­mis­ti­scher ge­ge­ben. Er rech­ne im Op­ti­mal­fall viel­leicht schon im Fe­bru­ar wie­der mit Do­m­in­guez, sag­te Eberl.

Nun ist es nicht so, dass der spa­ni­sche In­nen­ver­tei­di­ger nicht mit Ehr­geiz auf sei­ne Rück­kehr aus wä­re – im Ge­gen­teil: „Es ist kein schö­nes Ge­fühl, ver­letzt zu sein und der Mann­schaft nicht hel­fen zu kön­nen“, sag­te er. Aber nach fast ein­jäh­ri­gen Rü­cken­be­schwer­den und der OP als letz­tem Mit­tel einr Ket­te an­de­rer Be­hand­lun­gen dürf­te es Do­m­in­guez nicht zu­letzt erst ein­mal dar­um ge­hen, Le­bens­qua­li­tät in Form von Schmerz­frei­heit zu­rück­zu­ge­win­nen und nicht dar­um, ein Bun­des­li­ga­spiel frü­her oder spä­ter auf dem Platz zu ste­hen. Ak­tu­ell ist er je­den­falls zu­frie­den. „Bis jetzt ist al­les gut, die Ärz­te sind zu­frie­den, nun müs­sen wir halt ab­war­ten, wie es mir in den kom­men­den Mo­na­ten geht. Im Mo­ment darf ich gar nichts ma­chen. Viel lie­gen, ein biss­chen spa­zie­ren, we­nig sit­zen. Ich muss den Rü­cken noch vier Wo­chen scho­nen“, er­zählt er.

Bei an­de­ren Bo­rus­sen aus dem ak­tu­el­len Sie­be­ner-La­za­rett be­ste­hend aus Do­m­in­guez, Mar­tin Stranzl, Ibra­hi­ma Tra­o­ré, To­ny Jantsch­ke, An­dré Hahn, Patrick Herr­mann und Ni­co Schulz ist der­weil be­grün­de­ter Op­ti­mis­mus an­ge­sagt. Herr­mann je­den­falls gibt sich die­ser Ta­ge wäh­rend sei­ner fort­ge­setz­ten kon­ser­va­ti­ven Re­ha nach sei­nem Kreuz­band­riss gut ge­launt. Und das hat ei­nen Grund: „Ich war jetzt das ers­te Mal wie­der auf dem Lauf­band. Frü­her ha­be ich Lauf­ein­hei­ten nicht wirk­lich ge­mocht, aber jetzt war es ein ech­tes Glücks­ge- fühl“, sag­te der 24-Jäh­ri­ge, der ganz ne­ben­bei sicht­bar Ober­kör­per­mus­ku­la­tur zu­ge­legt hat. Auch An­dré Hahn ist nach sei­nem Me­nis­kus­riss und Bruch des Schien­bein­köpf­chens aus dem Schal­ke-Spiel En­de Ok­to­ber auf ei­nem gu­ten Weg und ver­ab­schie­de­te sich nun höchst ge­nüss­lich von den so ver­hass­ten Krü­cken. Bei­de Flü­gel­spie­ler könn­ten im Op­ti­mal­fall im Fe­bru­ar wie­der ein Op­ti­on für An­dré Schu­bert sein.

Die zeit­na­hes­ten Rück­keh­rer sind in Eberls Au­gen der­weil Stranzl und Tra­o­ré. „Mar­tin wird zu­rück­kom­men und hof­fent­lich dann auch ge­sund blei­ben. Ibo, der jetzt ge­ra­de an­ge­schla­gen ist, wird auch wie­der da sein. Ob er schon ge­gen Darm­stadt wie­der spie­len kann, müs­sen wir ab­war­ten“, sag­te Eberl. Bei Jantsch­ke und Schulz (bei­de Kreuz­band­riss) ge­hen die Pla­nun­gen da­ge­gen eher Rich­tung Som­mer­vor­be­rei­tung. „Mit To­ny kön­nen wir wohl nicht mehr wirk­lich rech­nen in die­ser Sai­son, und auch Ni­co wird si­cher bis zum Sai­son­en­de nicht zur Ver­fü­gung ste­hen“, sag­te Eberl.

Per­so­nel­ler Er­satz ist al­so in je­dem Fall von­nö­ten, aber halt kein rei­ner Lü­cken­fül­ler. „Wir wer­den im Win­ter nichts ma­chen, nur um ein paar Mo­na­te zu über­brü­cken, son­dern et­was, was lang­fris­tig Sinn macht“, sag­te Eberl.

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