Mer­kel: Il­le­ga­le Mi­gra­ti­on muss stark ein­ge­schränkt wer­den

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

BRÜSSEL (dpa) Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel hat vor dem EU-Gip­fel in Brüssel ei­ne spür­ba­re Re­du­zie­rung der il­le­ga­len Zu­wan­de­rung nach Eu­ro­pa ge­for­dert. „Die il­le­ga­le Mi­gra­ti­on muss stark und deut­lich ein­ge­schränkt wer­den“, sag­te sie ges­tern bei der An­kunft im EU-Rats­ge­bäu­de.

Das vor­aus­ge­gan­ge­ne Tref­fen mit dem tür­ki­schen Re­gie­rungs­chef Ah­met Da­vu­tog­lu nann­te sie „sehr gut“. Bei den Ge­sprä­chen mit An­ka­ra wer­de es auch um die Auf­nah­me von Kon­tin­gen­ten sy­ri­scher Flücht­lin­ge aus der Tür­kei ge­hen. An­ge­strebt sei da­bei Frei­wil­lig­keit der eu­ro­päi­schen Part­ner: „Nie­mand muss sich be­tei­li­gen.“

In der Tür­kei sind rund zwei Mil­lio­nen Flücht­lin­ge aus Sy­ri­en un­ter­ge­kom­men. Um ih­re Si­tua­ti­on zu ver- bes­sern, will die EU dem Land mit drei Mil­li­ar­den Eu­ro hel­fen. Die Tür­kei will den Zustrom mit der Ein­füh­rung ei­ner Vi­sums­pflicht brem­sen. Sie sol­le vom 8. Ja­nu­ar an gel­ten, er­klär­te Da­vu­tog­lu laut ei­nem Do­ku­ment, das der Deut­schen Pres­se­Agen­tur vor­liegt. Au­ßer­dem sol­le die Zu­sam­men­ar­beit mit der grie­chi­schen Küs­ten­wa­che aus­ge­baut wer­den.

Mer­kel for­der­te ei­ne schnel­le Ver­ab­schie­dung der Plä­ne für ei­ne ver­stärk­te EU-Grenz­schutz­po­li­zei. Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Je­an-Clau­de Juncker zeig­te sich zu­ver­sicht­lich, dass er auf dem EU-Gip­fel Rü­cken­de­ckung für sei­ne Vor­schlä­ge für ei­nen ge­mein­sa­men Grenz- und Küs­ten­schutz er­hält. Leit­ar­ti­kel

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