Jä­ger schei­tern mit Kla­ge ge­gen Um­welt­mi­nis­ter

Rheinische Post Moenchengladbach - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

GEL­SEN­KIR­CHEN (dpa) Der Lan­des­jagd­ver­band Nord­rhein-West­fa­len wird auch wei­ter­hin nicht als Tier­schutz­ver­ein an­er­kannt. Der Ver­band schei­ter­te ges­tern vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Gel­sen­kir­chen mit sei­ner Kla­ge ge­gen Um­welt­mi­nis­ter Jo­han­nes Rem­mel (Grüne). Die Jä­ger för­der­ten zwar durch­aus Zie­le des Tier­schut­zes, ent­schie­den die Rich­ter. Dies sei aber nicht das vor­wie­gen­de Ver­bands­ziel, wie es das NRW-Ge­setz vor­schrei­be.

In der Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen dem Jagd­ver­band und dem Um­welt­mi­nis­te­ri­um geht es um das Ver­bands­kla­ge­recht in Tier­schutz­an­ge­le­gen­hei­ten. Durch das im Ju­ni 2013 ver­ab­schie­de­te Tier­schut­zVer­bands­kla­ge­ge­setz kön­nen sich Tier­schutz­ver­ei­ne not­falls vor Ge­richt für Tie­re ein­set­zen. Sie kön­nen laut Mi­nis­te­ri­um et­wa ge­gen Ge­neh­mi­gun­gen zur Kür­zung von Schwei­ne­schwän­zen oder zum Bau von Stall­an­la­gen kla­gen. Au­ßer­dem wird ih­nen ei­ne Mit­wir­kung an Tier­schutz­ver­fah­ren er­mög­licht.

An­er­kannt sind der­zeit acht Ver­ei­ne, dar­un­ter der Deut­sche Tier­schutz­bund. Das Mi­nis­te­ri­um wei­gert sich, den Jagd­ver­band in die­se Lis­te auf­zu­neh­men. Da­ge­gen sind die Jä­ger ver­geb­lich vor Ge­richt ge­zo­gen. Der Jus­ti­zi­ar des Lan­des­jagd­ver­ban­des, Hans-Jür­gen Thies, äu­ßer­te sich ent­täuscht über die Ent­schei­dung. Der Ver­band will nun laut ei­ner Mit­tei­lung zu­nächst die schrift­li­che Ur­teils­be­grün­dung ab­war­ten und dann ent­schei­den, ob er in Be­ru­fung ge­hen wird.

Bei dem Rechts­streit ging es um die Fra­ge, ob der Ver­band laut Sat­zung „vor­wie­gend die Zie­le des Tier­schut­zes för­dert“, wie es der Ge­set­zes­text vor­schreibt. Die hat­te das Land ver­neint. Die Sat­zung des Jagd­ver­ban­des nennt zu­nächst die För­de­rung von Um­welt­schutz, Na­tur­schutz und Land­schafts­pfle­ge als Zie­le des Ver­ban­des.

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