Auf­tritt mit Ka­nin­chen

Gast­spie­le von Pro­mi­nen­ten, et­wa von He­le­ne Fi­scher im „Tat­ort“, sind kei­ne Sel­ten­heit.

Rheinische Post Moenchengladbach - - FERNSEHEN - VON MAR­TIN WE­BER

BER­LIN Deutsch­lands der­zeit er­folg­reichs­te Schla­ger­sän­ge­rin gibt sich im be­lieb­tes­ten Fern­seh­kri­mi die Eh­re: Mit Span­nung wird He­le­ne Fi­schers Auf­tritt in Til Schwei­gers „Tat­ort“-Zwei­tei­ler er­war­tet, der vor­aus­sicht­lich am 1./3. Ja­nu­ar aus­ge­strahlt wird. Die Hit­pa­ra­den-Queen ist nicht die ers­te Be­rühmt­heit, die sich auf ein Gast­spiel in der Rei­he ein­ge­las­sen hat. Vor ihr wag­ten Ber­ti Vogts, Jörg Pi­la­wa, Karl Moik, Jo­gi Löw und der frü­he­re Ja­mes-Bon­dDarstel­ler Ro­ger Moo­re ei­nen Aus­flug in den „Tat­ort“.

Die Lis­te pro­mi­nen­ter Gast­auf­trit­te in der 45-jäh­ri­gen Ge­schich­te der Kri­mi­rei­he ist lang und reicht von Di­plo­ma­ten wie Gün­ter Gaus über Mu­si­ker wie Udo Lin­den­berg und Ni­na Ha­gen bis zu TV-Mo­de­ra­to­ren wie Sa­bi­ne Chris­ti­an­sen oder Rein­hold Beck­mann. War in den ers­ten drei Jahr­zehn­ten nur spo­ra­disch mal ein pro­mi­nen­tes Ge­sicht im „Tat­ort“zu se­hen, häu­fen sich die Pro­mi-Auf­trit­te seit der Jahr­tau­send­wen­de. Kein Wun­der: Der Zu­schau­er­ma­gnet „Tat­ort“gilt als Kult, da lässt sich kei­ner lan­ge bit­ten, da will je­der gern da­bei sein – und sei es nur in der Rol­le ei­nes bes­se­ren Sta­tis­ten mit ganz we­nig Text.

Da­bei kann so­gar das in die Ho­se ge­hen, wie der un­ge­len­ke Kurz­auf­tritt des frü­he­ren Bun­des­trai­ners Ber­ti Vogts 1999 in ei­nem „Tat­ort“mit Kom­mis­sar Stoever (Man­fred Krug) be­wies. Mit Ka­nin­chen auf dem Arm mim­te Vogts ei­nen be­sorg­ten An­woh­ner, der sei­ne Nach­barn mit den Wor­ten „Ja, wollt ihr uns denn al­le in die Luft ja­gen?“auf ei­ne of­fe­ne Gas­lei­tung hin­wies und sei­nen Auf­tritt mit dem le­gen­dä­ren Satz be­en­de­te: „Gebt dem Ka­nin­chen ei­ne Möh­re ex­tra. Es hat uns das Le­ben ge­ret­tet.“

Wäh­rend die meis­ten Pro­mis wie der frü­he­re Ja­mes-Bond-Darstel­ler Ro­ger Moo­re 2002 in ei­nem „Tat­ort“aus Bre­men nur kurz zu se­hen sind, spie­len nur we­ni­ge tra­gen­de Rol­len, die ei­nen ge­wis­sen Stel­len­wert im Dreh­buch ha­ben. Die 31-jäh­ri­ge Sän­ge­rin He­le­ne Fi­scher et­wa gibt mit schwar­zer Pe­rü­cke und eis­kal­tem Blick in Til Schwei­gers „Tat­ort“Zwei­tei­ler die mys­te­riö­se Auf­trags­mör­de­rin Ley­la. Fi­schers Schla­gerKol­le­ge Ro­land Kai­ser war in ei­nem Müns­ter-„Tat­ort“vor zwei Jah­ren zu se­hen – er ver­kör­per­te ei­nen ego­zen­tri­schen Schla­ger­star na­mens Ro­man Kö­nig.

FOTOS: NDR/DPA

He­le­ne Fi­scher (v. l.) ist im Ja­nu­ar an der Sei­te von Til Schwei­ger als rus­si­sche Auf­trags­kil­le­rin zu se­hen, Ber­ti Vogts spiel­te 1999 in der Kri­mi­rei­he mit, und Schla­ger­sän­ger Ro­land Kai­ser gibt sich im Müns­ter-„Tat­ort“die Eh­re.

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