Mi­nis­te­rin Stef­fens for­dert Shi­sha-Ver­bot für Ju­gend­li­che

Rheinische Post Moenchengladbach - - GESELLSCHAFT - VON CHRIS­TI­AN SCHWERDTFEGER

DÜSSELDORF/BER­LIN Die nord­rhein­west­fä­li­sche Ge­sund­heits­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Stef­fens (Grüne) un­ter­stützt ein mög­li­ches Ver­kaufs­ver­bot von E-Shishas und E-Zi­ga­ret­ten an Ju­gend­li­che. „Sie ge­hö­ren nicht in Kin­der­hän­de. Denn hier­bei han­delt es sich um Pro­duk­te mit ge­sund­heits­ge­fähr­den­den In­halts­stof­fen“, sag­te Stef­fens un­se­rer Re­dak­ti­on.

Heu­te ent­schei­det der Bun­des­rat über ei­ne ent­spre­chen­de Ge­set­zes­ver­schär­fung – da­nach der Bun­des­tag. „Es ist gut, wenn der Bund jetzt durch ein Ab­ga­be­ver­bot an Kin­der und Ju­gend­li­che jun­ge Men­schen bes­ser vor den Ge­sund­heits­ge­fah­ren durch E-Zi­ga­ret­ten und EShishas schützt“, be­ton­te Stef­fens.

Be­son­ders Shishas sind bei Ju­gend­li­chen sehr be­liebt. An­ders als bei nor­ma­len Glimm­stän­geln sind sie ni­ko­tin­frei. Statt­des­sen ent­hal­ten sie in der Re­gel aro­ma­ti­sier­te Fluids (Flüs­sig­kei­ten). Des­halb wer­den sie bis­lang nicht als Ta­bak­wa­ren ein­ge­stuft und noch frei ver­kauft. Shishas sind in ver­schie­de­nen Ge­schmacks­rich­tun­gen wie Scho­ko­la­de oder Erd­bee­re er­hält­lich, was sie be­son­ders bei Mäd­chen sehr be­liebt macht.

Das Deut­sche Krebs­for­schungs­zen­trum in Hei­del­berg warnt, dass mit je­dem Zug ein Che­mi­ka­li­en­ge­misch in­ha­liert wer­de. „Ins­be­son­de­re bei ho­hem Dau­er­kon­sum kann ei­ne Krebs­ge­fähr­dung nicht aus­ge­schlos­sen wer­den“, er­klär­te ein Spre­cher des In­sti­tuts. Das NRWGe­sund­heits­mi­nis­te­ri­um ver­weist zu­dem auf ei­ne Stu­die aus den USA, wo­nach vie­le Fluids Aro­ma­stof­fe ent­hiel­ten, die die Atem­we­ge reiz­ten. Schon bei nor­ma­lem Ge­brauch könn­ten durch den Dampf sol­che Stof­fe in Men­gen auf­ge­nom­men wer­den, die die emp­foh­le­nen Höchst­wer­te um das Dop­pel­te über­schrei­ten wür­den.

Auch die NRW-CDU wür­de ein Ver­bot für Min­der­jäh­ri­ge be­grü­ßen. „Kin­der müs­sen kon­se­quent vor den Ge­sund­heits­ge­fah­ren des Rau­chens ge­schützt wer­den“, sag­te der ge­sund­heits­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU, Pe­ter Preuß. „Denn Shishas schaf­fen neue An­rei­ze, ni­ko­tin­hal­ti­ge Pro­duk­te aus­zu­pro­bie­ren und dar­auf um­zu­stei­gen“, so Preuß.

„E-Shishas und E-Zi­ga­ret­ten ge­hö­ren nicht in Kin­der­hän­de“

Bar­ba­ra Stef­fens Ge­sund­heits­mi­nis­te­rin NRW

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