SMS Group stellt den Bau­an­trag für die Er­wei­te­rung

Rheinische Post Moenchengladbach - - GESELLSCHAFT - VON JAN SCHNETTLER

Ober­bür­ger­meis­ter Hans Wil­helm Rei­ners sieht in dem Vor­gang ein „po­si­ti­ves Si­gnal für die Zu­kunft“, auch wenn es noch kei­nen Ter­min gibt: Der An­la­gen- und Ma­schi­nen­bau­er SMS Group (frü­her SMS Meer) hat jetzt mit den not­wen­di­gen Un­ter­la­gen ei­ne Bau­ge­neh­mi­gung für den Neubau sei­ner Un­ter­neh­mens­zen­tra­le am Oh­ler­kirch­weg be­an­tragt. Da­mit wer­den die um­fang­rei­chen Ar­bei­ten im Zu­ge des Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­rens plan­mä­ßig ab­ge­schlos­sen.

Rückblende: Im Sep­tem­ber 2014 war be­kannt­ge­wor­den, dass der Mut­ter­kon­zern SMS be­ab­sich­tigt, vier Düs­sel­dor­fer Stand­or­te so­wie die in Duis­burg, Hil­den, Aa­chen und Lan­gen­feld bis 2017 am Oh­ler­kirch­weg zu­sam­men­zie­hen. 1400 Mit­ar­bei­ter soll­ten durch die Ver­le­gung der Zen­tra­le, die seit 1972 in Düsseldorf sitzt, nach Mön­chen­glad­bach wech­seln, wo­durch sich die dor­ti­ge Mit­ar­bei­ter­zahl ver­dop­peln wür­de. Doch schon ein hal­bes Jahr spä­ter, im April die­ses Jah­res, hieß es „Kom­man­do zu­rück“, be­grün­det mit der In­ves­ti­ti­ons­zu­rück- hal­tung vie­ler Kun­den so­wie der Ent­wick­lung der welt­wei­ten Stahl­in­dus­trie mit ih­ren Über­ka­pa­zi­tä­ten. Ob der Um­zug auf­ge­ho­ben oder nur auf­ge­scho­ben ist, war dar­auf­hin zu­nächst nicht voll­ends klar. Im Ju­ni schließ­lich er­klär­te SMS-Chef Burk­hard Dah­men, dass die Ver­le­gung der Zen­tra­le nach­ge­holt wer­den sol­le, so­bald sich die La­ge auf dem Stahl­markt sta­bi­li­siert ha­ben wird.

Das zeit­wei­se schwä­cheln­de Un­ter­neh­men, das im Sep­tem­ber zu­dem sei­ne zu­vor ei­gen­stän­di­gen Spar­ten SMS Meer und SMS Sie­mag (Düsseldorf) un­ter dem ge­mein­sa­men Dach SMS Group Gm­bH zu­sam­men­fass­te, will durch den Ab­bau von et­li­chen hun­dert Stel­len an meh­re­ren Stand­or­ten sei­ne Kos­ten sen­ken. Dass die Un­ter­neh­mens­grup­pe an­ge­sichts all die­ser Um­stän­de nichts­des­to­trotz an der Be­an­tra­gung der Bau­ge­neh­mi­gung fest­hält, wer­tet Ober­bür­ger­meis­ter Rei­ners als Zei­chen da­für, dass die Stand­ort­ent­schei­dung in­klu­si­ve des Neu­baus ei­ner re­prä­sen­ta­ti­ven Kon­zern­zen­tra­le bei ent­spre­chen­der Markt­la­ge doch noch um­ge­setzt wird.

ARCHIVFOTO: REICHARTZ

Die SMS-Nie­der­las­sung am Oh­ler­kirch­weg.

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