Steu­ern zah­len kann so lus­tig sein

Rheinische Post Moenchengladbach - - GESELLSCHAFT - JAN SCHNETTLER

Hur­ra, die Gro­Ko er­höht die Steu­ern. Das mag schlecht für die Stim­mung sein, ist aber gut fürs Stadt­sä­ckel, und das ist be­kann­ter­ma­ßen im­mer noch löch­rig. Wie die RP er­fah­ren hat, ha­ben sich die GroKo­iden des­we­gen nun das Buch „Von der Auf­ruhr­steu­er bis zum Zehn­ten: Fis­ka­li­sche Raf­fi­nes­sen aus 5000 Jah­ren“zu Weih­nach­ten ge­wünscht. An­bei ein paar Ide­en dar­aus be­züg­lich Stell­schrau­ben, an de­nen sich noch dre­hen lie­ße:

Spat­zen­steu­er. En­de des 18. Jahr­hun­derts zu Zei­ten ei­ner Spat­zen­pla­ge in Würt­tem­berg prak­ti­ziert, nach dem Mot­to: Wer zwölf le­ben­di­ge Spat­zen ab­lie­fert, kriegt Geld aus ei­nem För­der­topf; wer das nicht schafft, muss lei­der ble­chen.

Tür- und Fens­ter­steu­er. Zu ent­rich­ten um 1800 in Frank­reich, ab­hän­gig von Zahl der Öff­nun­gen, Aus­stat­tung des Hau­ses und Orts­grö­ße. Bie­tet sich al­so be­son­ders für wach­sen­de Städ­te an.

Bart­steu­er. Um 1700 in Russ­land be­liebt: Wer lan­ge Bär­te tra­gen woll­te, muss­te sich vom Sche­ren frei­kau­fen. Ach­tung: Fin­den Sven Lau und Co. wahr­schein­lich nicht ko­misch.

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