Pro­test we­gen Re­gel­wirr­warr im Hand­ball

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

MELSUN­GEN (dpa) Ei­ne Re­gel, die in der Hand­ball-Bun­des­li­ga gilt, im DHB-Po­kal aber nicht: Die­se gro­tes­ke Si­tua­ti­on führt nun mög­li­cher­wei­se da­zu, dass der Vier­tel­fi­nalK­ri­mi zwi­schen den Rhein-Neckar Lö­wen und MT Melsun­gen (22:21) wie­der­holt wer­den muss. Die Melsun­ger be­stä­tig­ten, dass sie Ein­spruch ge­gen die Wer­tung der in letz­ter Se­kun­de ver­lo­re­nen Par­tie ein­le­gen wer­den. Drei Ta­ge hat der Ver­ein da­für Zeit. Die Ent­schei­dung über ein mög­li­ches Wie­der­ho­lungs­spiel liegt beim Sport­ge­richt des Deut­schen Hand­ball­bun­des.

Beim Stand von 21:21 schei­ter­ten die Melsun­ger mit ei­nem An­griff kurz vor Schluss. Ihr Spie­ler Timm Schnei­der nahm dar­auf­hin den Ball, lief da­mit zwei Schrit­te Rich­tung ei­ge­ne Spiel­hälf­te und ver­hin­der­te so ei­nen Ge­gen­stoß der Lö­wen. Die Schieds­rich­ter ahn­de­ten die­se Uns­port­lich­keit mit ei­ner Ro­ten Kar­te für Schnei­der und ei­nem Sie­ben­me­ter in der letz­ten Se­kun­de für die Gast­ge­ber, Uwe Gens­hei­mer ver­wan­del­te. Die­ses Straf­maß ist seit die­ser Sai­son für die letz­ten 30 Se­kun­den von Bun­des­li­ga- und Zweit­li­ga-Spie­len vor­ge­se­hen – aber nicht für den Spiel­be­trieb von un­ter­klas­si­gen Clubs. Da sol­che Ver­ei­ne am Po­kal teil­neh­men, ist die neue Re­gel in die­sem Wettbewerb nicht gül­tig.

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