RSV: Som­mer und Kuh­len sind da, Ber­be­rog­lu wird wohl fol­gen

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON KURT THEUERZEIT

FUSSBALL Per­so­nal-Auf­sto­ckung beim Kreis­li­gis­ten Rhe­ydter Spiel­ver­ein, Ab­bau hin­ge­gen beim Lan­des­li­gis­ten Oden­kir­chen: Ein Duo vom Lan­des­li­gis­ten 05/07 hat der RSV mit Si­mon Som­mer und An­dré Kuh­len schon si­cher an der An­gel. Bei Fer­di Ber­be­rog­lu muss noch das Okay vom Vor­sit­zen­den Horst Im­d­ahl ein­ge­holt wer­den, der aber bis En­de De­zem­ber auf Ku­ba Ur­laub macht.

Das Trio soll dem RSV künf­tig hel­fen, sein Ziel zu er­rei­chen: die Be­zirks­li­ga. „Ich bin Sport­ler und kämp­fe bis zur letz­ten Mi­nu­te. Es wird zwar schwie­rig mit 13 Punk­ten Rück­stand auf Spit­zen­rei­ter Gie­sen­kir­chen, aber im Fuß­ball ist al­les mög­lich“, sagt RSV-Trai­ner Re­né Schnitz­ler. Er ist si­cher, dass der „Spö“da­mit in der Rück­run­de bes­tens auf­ge­stellt ist, zu­mal aus Menn­rath mit Tobias Krä­mer und Ev­ge­nij Po­go­re­l­ov zwei wei­te­re Spie­ler kom­men, die das Leis­tungs­ver­mö­gen des RSV wei­ter stei­gern.

Aber war­um nur ver­las­sen plötz­lich drei Spie­ler, da­zu noch Leis­tungs­trä­ger, den Lan­de­li­gis­ten, um in der Kreis­li­ga A zu ki­cken? „Ich will na­tür­lich nicht ewig in der Kreis­li­ga A spie­len, aber ich se­he beim RSV die Chan­ce, mit ei­nem Tra­di­ti­ons- ver­ein, der noch im­mer ei­nen Na­men hat, et­was auf­zu­bau­en“, sagt Si­mon Som­mer. Für den 24-Jäh­ri­gen war ein wei­te­rer ent­schei­den­der Punkt, dass sein Freund und Ar­beits­kol­le­ge An­dré Kuh­len (32) eben­falls wech­seln woll­te.

Hin­zu kommt, dass die­ses Duo eng be­freun­det oder ver­wandt­schaft­lich mit dem Sport­li­chen Lei­ter Chris­ti­an Pöst­ges und Re­né Schnitz­ler ver­bun­den ist. Mit Rück­sicht auf die Si­tua­ti­on in Oden­kir­chen wä­re viel­leicht aber eher ein Wech­sel am Sai­son­en­de im In­ter­es­se der Klubs wün­schens­wert ge­we­sen. „Uns hat der Na­me des Spiel­ver­eins ge­lockt. Es wä­re für uns auch kein an­de­rer Ver­ein in Fra­ge ge­kom­men. Ich den­ke, dass wir den jun­gen Spie­lern hel­fen kön­nen und das woll­ten wir so schnell wie mög­lich tun“, sagt Kuh­len in­des.

Ihm und Som­mer wur­de zu­letzt ei­ne ge­wis­se Rei­se­lust nach­ge­sagt. Da war von ei­nem län­ge­ren Trip am En­de die­ser Sai­son zu hö­ren. „Da ist über­haupt nicht dran. Wir ha­ben ei­ne gu­te Ar­beits­stel­le. Fi­nan­zi­ell sind wir auch nicht so aus­ge­stat­tet, dass wir uns das er­lau­ben könn­ten“, sagt Som­mer. „Zu­dem wol­len wir durch un­se­ren Wech­sel ein Zei­chen set­zen, um deut­lich zu ma­chen, dass der Spiel­ver­ein auch für an­de­re Spie­ler in­ter­es­sant ist. Da kön­nen wir nicht nur ein paar Mo­na­te zur Ver­fü­gung ste­hen“, er­gänzt Kuh­len. Am Di­ens­tag trai­nier­ten die bei­den zum ers­ten Mal mit dem RSV-Ka­der in der Hal­le. Denn bei den Hal­len­Stadt­meis­ter­schaf­ten sind al­le Neu­zu­gän­ge spiel­be­rech­tigt.

Die Ent­wick­lung war si­cher nicht im Sin­ne von Oden­kir­chens Sport­li­chem Lei­ter Ma­thi­as Ko­mor. Der sieht die La­ge in­zwi­schen aber recht ge­las­sen: „Wir müs­sen ein­fach neu auf­bau­en. Das wer­den wir mit jun­gen, eig­nen Ta­len­ten tun. Wir keh­ren da­mit zu ei­ner Oden­kir­che­ner Phi­lo­so­phie zu­rück. Wir hof­fen na­tür­lich, den Neu­auf­bau in der Lan­des­li­ga zu rea­li­sie­ren.“

FOTO: TITZ

Neu beim RSV: Si­mon Som­mer und An­dré Kuh­len.

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