Glau­ben

Rheinische Post Moenchengladbach - - LESERBRIEFE - Gün­ther Kreutz­berg 41352 Kor­schen­broich Ste­phan Phi­lip­sen 47829 Kre­feld

Zu „Der Is­la­mi­sche Staat ist ei­ne Mör­der­ban­de“(RP vom 1. De­zem­ber): „Wir wis­sen uns un­ter ein gött­li­ches Ge­bot ge­stellt.“Der auch von mir ge­schätz­te Kar­di­nal macht sich hier ein Wis­sen zu ei­gen, wel­ches auch er nicht ha­ben kann. Und be­gibt sich da­mit auf die glei­che Ebe­ne de­rer, die sich an­ma­ßen, im Na­men Got­tes zu spre­chen und dann auch han­deln (mit Fol­gen, die wir in der gan­zen Mensch­heits­ge­schich­te ken­nen). Wann end­lich ma­chen wir deut­lich, dass je­der Glau­be nur das ist, was er ist: „Glau­ben“. Gott hat noch nie­mals zu den Men­schen ge­spro­chen! Was wir bei an­de­ren Re­li­gio­nen als „de­ren Aus­le­gun­gen“to­le­rie­ren, soll­ten wir auch im Chris­ten­tum prak­ti­zie­ren. Und des­halb ist die Aus­sa­ge auch im Hin­blick auf das Frau­en-Pries­ter­amt ir­re­le­vant. War­um kön­nen die „Pro­tes­tan­ten“das prak­ti­zie­ren? Sind sie „auf­ge­klär­ter“? Zur von Herrn Wo­el­ki an­ge­spro­che­nen Auf­klä­rung kann man nur an­mer­ken, dass sie ja (lei­der) nicht von der Kir­che aus­ging – of­fen­sicht­lich aber sehr wohl jetzt gern pu­bli­zis­tisch ver­ein­nahmt wird. druck ent­ste­hen, dass für Flücht­lin­ge al­les ge­tan wird, aber für die ein­hei­mi­sche Be­völ­ke­rung, die je­den Tag brav zur Ar­beit geht, stun­den­lang im Stau steht und flei­ßig Steu­ern zahlt, im­mer we­ni­ger üb­rig­bleibt. Um­so wich­ti­ger ist des­halb, ein deut­li­ches Zei­chen zu set­zen, dass auch für die ein­hei­mi­sche Be­völ­ke­rung et­was ge­tan wird. Was spricht z. B. da­ge­gen, den wei­te­ren Aus­bau der neur­al­gi­schen A 57 privat vor­fi­nan­zie­ren zu las­sen, um hier schnell zu ei­ner Ent­las­tung zu kom­men? Über­haupt ist Tem­po ge­bo­ten. Wie un­end­lich lang hat al­lein der Aus­bau des Kaars­ter Kreu­zes ge­dau­ert. Mo­na­te ver­gin­gen oh­ne er­sicht­li­chen Bau­fort­schritt. Und auch jetzt ist das Vor­ha­ben im­mer noch nicht ab­ge­schlos­sen! Die Meldungen in den WDR-Ver­kehrs­nach­rich­ten spre­chen Bän­de (300 km Stau und mehr sind kei­ne Sel­ten­heit). Hier ist NRW ein­deu­tig Schluss­licht in ganz Deutsch­land. Das muss sich än­dern! Mehr Geld für sinn­vol­le und not­wen­di­ge In­ves­ti­tio­nen ist drin­gend er­for­der­lich.

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