Gro­ßer Spaß mit klei­ner Leh­re­rin

„Hil­fe, ich hab mei­ne Leh­re­rin ge­schrumpft“aus Er­wach­se­nen- und Kin­der­sicht.

Rheinische Post Moenchengladbach - - KINO - VON MAR­TI­NA STÖ­CKER

Ge­schrumpf­te Kin­der gab es im Ki­no schon mal, nun wird die Leh­re­rin auf Mi­nia­tur­for­mat zu­recht­ge­stutzt: Dr. Sch­mitt-Gös­sen­wein (Anja Kling) ist ein Dra­chen und al­les an­de­re als nett zu ih­rem neu­en Schü­ler Felix Vorn­dran (Os­kar Key­mer). Die Schu­le ist sei­ne letz­te Chan­ce, denn es ist die ein­zi­ge in der Stadt, die ihn noch auf­nimmt. Als die stren­ge Di­rek­to­rin ihn bei ei­ner Mut­pro­be er­wischt, stellt er sie sich ganz klein vor, und mit Hil­fe ei­nes Geis­tes (Ot­to Waal­kes) ist „Sch­mit­ti“auf Ta­schen­grö­ße ge­schrumpft. Felix könn­te sie ih­rem Schick­sal über­las­sen, wenn nicht plötz­lich die Schu­le von der Schlie­ßung be­droht wä­re.

Die Ver­fil­mung des Kin­der­buchs von Sa­bi­ne Lud­wig, von der auch ein Foto in die Ku­lis­se des Di­rek­to­ren­zim­mers ge­schmug­gelt wur­de, ist wirk­lich ge­lun­gen. Re­gis­seur Sven Un­ter­waldt hat ei­nen Film ge­macht, der oh­ne Me­ga-Tricks aus­kommt auf statt­des­sen auf sym­pa­thi­sche Schau­spie­ler und gu­te Gags setzt. Axel St­ein als chao­ti­scher Va­ter, Jus­tus von Dohná­nyi als stren­ger Schul­rat und vor al­len Din­gen Anja Kling glän­zen ne­ben den Kin­der-Darstel­lern. Wenn die Schrumpf-Leh­re­rin hin­ter ei­nen Bon­sai-Baum pin­kelt oder auf ei­nem Quark­brot lan­det, krin­geln sich die Kin­der – und auch die Er­wach­se­nen müs­sen schmun­zeln. Lot­ta (12) Das hat mir am Film ge­fal­len Dass er die gan­ze Zeit sehr wit­zig, aber auch span­nend war. Am meis­ten ge­lacht ha­be ich bei . . . der Sze­ne am An­fang im Au­to: Da ra­siert sich der Va­ter wäh­rend der Fahrt, te­le­fo­niert gleich­zei­tig und er­mahnt sei­nen Sohn Felix, er sol­le sich in der neu­en Schu­le bloß an die Re­geln hal­ten. Da­bei über­fährt er ei­ne ro­te Am­pel – das Foto ist voll lus­tig! Das war für mich der bes­te Schau­spie­ler Anja Kling als Dr. Sch­mit­tGös­sen­wein. Aber mein ei­gent­li­cher Lieb­ling im Film ist na­tür­lich Ot­to als Geist. Anton (10) Das hat mir am Film ge­fal­len Dass die Leh­re­rin ge­schrumpft wur­de. Ich ha­be auch das Buch ge­le­sen, man­che Sa­chen sind an­ders – zum Bei­spiel sind im Buch Felix’ El­tern ge­trennt, im Film ar­bei­tet die Mut­ter in den USA. Am meis­ten ha­be ich ge­lacht als . . . der Geist des Schul­grün­ders (Ot­to Waal­kes) dem Schul­rat ei­ne lan­ge Na­se ge­zau­bert und der Schul­rat ein Selfie ge­macht hat. Das war für mich der bes­te Schau­spie­ler Os­kar Key­mer als Felix Vor­ne­dran. Ich ha­be ge­le­sen, das war sei­ne ers­te gro­ße Haupt­rol­le, und er hat sehr gut ge­spielt.

FOTO: SO­NY/DPA

Nach­dem Schü­ler Felix die Di­rek­to­rin Dr. Sch­mitt-Gös­sen­wein (Anja Kling) ge­schrumpft hat, ist sie nur 15 Zen­ti­me­ter groß und passt aufs Brot.

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