Die Zahl der Mil­lio­nä­re wächst wei­ter

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG -

(ppe) Die Zahl der Wohl­ha­ben­den und Rei­chen wächst, und ge­ne­rell steigt das Ver­mö­gen der glo­ba­len Haus­hal­te. Das zei­gen ver­schie­de­ne Stu­di­en re­gel­mä­ßig. „2014 ist die glo­ba­le Ver­mö­gens­ent­wick­lung durch drei Er­eig­nis­se ge­kenn­zeich­net: Das glo­ba­le Net­toGeld­ver­mö­gen der pri­va­ten Haus­hal­te über­stieg 100 Bil­lio­nen Eu­ro, Chi­nas pri­va­tes Ver­mö­gen über­traf das­je­ni­ge Ja­pans und mehr als ei­ne Mil­li­ar­de Men­schen ge­hör­ten zur glo­ba­len Ver­mö­gens­mit­tel­klas­se“, stellt zum Bei­spiel der Ver­si­che­rer Al­li­anz in sei­nem „Glo­bal We­alth Re­ports“her­aus.

Wachs­tums­spit­zen­rei­ter beim Ver­mö­gens­wachs­tum sei da­bei Asi­en (oh­ne Ja­pan) ge­we­sen, in der das Net­to-Geld­ver­mö­gen 2014 um 18,2 Pro­zent zu­ge­legt ha­be, so ein wei­te­res Er­geb­nis der Al­li­anz-Stu­die. „Das Wachs­tum des Pri­vat­ver­mö­gens geht zwar in den meis­ten Märk­ten wei­ter, aber mit un­ter­schied­li­chen Ge­schwin­dig­kei­ten. Wir be­ob­ach­ten ei­ne Dy­na­mik, in der die Län­der der .neu­en Welt’ ge­gen­über de­nen der ,al­ten Welt’ deut­lich stär­ker zu­le­gen“, sagt Lud­ger Kü­bel-Sor­ger, Se­ni­or Part­ner bei der Un­ter­neh­mens­be­ra­tung Bos­ton Con­sul­ting Group und Ex­per­te für Ver­mö­gens­ma­nage­ment. Das Un­ter­neh­men hat in die­sem Jahr zum 15. Mal sei­ne „Glo­bal We­alth“-Stu­die vor­ge­legt.

Und laut dem Wohl­stands­be­richt der Un­ter­neh­mens­be­ra­tun­gen Cap­ge­mi­ni und RBC We­alth Ma­nage­ment wächst die Zahl der Mil­lio­nä­re wei­ter. Im ver­gan­ge­nen Jahr sind welt­weit 920.000 neue Mil­lio­nä­re hin­zu­ge­kom­men. Da­nach gibt es welt­weit fast 15 Mil­lio­nen Wohl­ha­ben­de mit ei­nem Ge­samt­ver­mö­gen von 56 Bil­lio­nen Dol­lar. In Deutsch­land gibt es laut BCG ak­tu­ell 94 Dol­lar-Mil­li­ar­dä­re und knapp 350.000 Dol­lar-Mil­lio­nä­re, da­von 585 mit über 100 Mil­lio­nen Dol­lar an Pri­vat­ver­mö­gen.

Doch was er­war­ten die Rei­chen von ih­rer Ver­mö­gens­ver­wal­tung? Das hat die „Fa­mi­ly Of­fice Stu­die 2015“fest­ge­stellt (her­aus­ge­ge­ben vom Baye­ri­schen Fi­nanz Zen­trum und der Com­ple­men­ta In­vest­ment­Con­trol­ling), die 92 Singleund Mul­ti-Fa­mi­ly-Of­fices un­ter an­de­rem zu An­la­ge­stra­te­gie und Ri­si­ko­be­reit­schaft von Ver­mö­gens­in­ha­bern be­fragt hat. Zur Grö­ßen­ord­nung: Fast ein Drit­tel der be­frag­ten Fa­mi­ly Of­fices be­treut Ver­mö­gen über mehr als ei­ne Mil­li­ar­de Eu­ro.

Im Mit­tel­punkt steht fol­gen­de Aus­sa­ge der Stu­die: „Die Ren­di­te­er­war­tung für das kom­men­de Jahr liegt mehr­heit­lich zwi­schen null und fünf Pro­zent. Im Vor­jah­res­ver­gleich sind die mit­tel­fris­ti­gen Er­war­tun­gen hin­sicht­lich der Hö­he der Ren­di­te über ei­nen Zei­t­raum von drei Jah­ren zwar et­was po­si­ti­ver ge­wor­den, die größ­ten Un­ter­schie­de er­ge­ben sich aber im Ver­gleich zu 2010.“Da­mals lag die Ren­di­te­er­war­tung bei 72 Pro­zent der Be­frag­ten zwi­schen fünf und zehn Pro­zent. Des­halb gilt laut Stu­die: „In­zwi­schen schät­zen 73 Pro­zent der Sing­le Fa­mi­ly Of­fices ih­re Ver­mö­gens­in­ha­ber als ri­si­ko­neu­tral ein, nur noch vier Pro­zent als ri­si­ko­freu­dig und 23 Pro­zent als ri­si­ko­avers.“

Was er­war­ten die Rei­chen ei­gent­lich von ih­rer Ver­mö­gens­ver­wal­tung?

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