Auf das Ver­trau­en kommt e

Fa­mi­ly Of­fices ge­nie­ßen ein be­son­de­res Ver­trau­ens­ver­hält­nis zu ih­ren Kun­den. Sie müs­sen dar­auf ach­ten, das zu recht­fer­ti­gen.

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG - VON JÜR­GEN GRO­SCHE

Ei­ne Stu­die hat Prof. Dr. Tho­mas Druy­en über­rascht. Der Ver­mö­gens­for­scher er­frag­te bei den Teil­neh­mern der Stu­die Ver­trau­ens­kri­te­ri­en, nach de­nen sie Be­ra­ter be­ur­tei­len. „Ganz oben fand sich das Kri­te­ri­um Cha­rak­ter.“Of­fen­bar hät­ten die Ver­mö­gen­den es häu­fig mit Be­ra­tern zu tun, die nicht so han­deln kön­nen, wie sie wol­len. Sie ver­las- sen dann zu­sam­men mit ih­ren Kun­den die ein­engen­den Struk­tu­ren, was wie­der­um zu Wachs­tum bei Fa­mi­ly Of­fices führt.

Die Ver­trau­ens­be­zie­hung zum Be­ra­ter sei wich­ti­ger als der Na­me ei­nes In­sti­tu­tes, be­stä­tigt Dr. Tho­mas Rü­schen (Deut­sche Op­pen­heim). Ver­mö­gen­de wür­den ger­ne ein Netz­werk von Ver­trau­ens­per­so­nen um sich scha­ren. Das sei al­ler­dings auch ei­ne Fra­ge der Wer­te, fügt Tobias Graf von Bern­storff (Bank­haus Metz­ler) hin­zu. Nur wenn Wer­te in ei­ner Or­ga­ni­sa­ti­on hin­ter­legt sei­en, könn­ten auch die ein­zel­nen Be­ra­ter da­nach han­deln. Da­bei ge­he es auch dar­um, In­ter­es­sen­kon­flik­te zu ver­mei­den, be­tont Graf von Bern­storff: „Ver­mö­gen ver­wal­ten und die Ver­wal­tung kon­trol­lie­ren – das soll­te strikt ge­trennt sein.“

Ei­ni­ge Fa­mi­ly Of­fices bie­ten bei­de Di­enst­leis­tun­gen an, zum Bei­spiel Pic­tet. „Man­che Fa­mi­li­en tren­nen das be­wusst, an­de­re wol­len hin­ge­gen auf un­se­re Ex­per­ti­se in bei­den Be­rei­chen zu­rück­grei­fen“, sagt Ar­min Ei­che. Ähn­lich bei Deut­sche Op­pen­heim. Für uns ist es wich­tig, ei­ne ei­ge­ne Ver­mö­gens­ver­wal­tung zu ha­ben, um kom­pe­tent die Fi­nanz­märk­te be­ur­tei­len und ent­spre­chend han­deln zu kön­nen“, sagt Dr. Tho­mas Rü­schen.

In der Pra­xis ge­be es oft Ver­mi­schun­gen zwi­schen Ver­mö­gens­ver­wal­tung und Fa­mi­ly Of­fice-Struk­tu­ren, er­gänzt Frank W. Stra­at­mann (Fe­ri). „Hier soll­te der Man­dant auf mög­li­che In­ter­es­sen­kon­flik­te ach­ten.“In­ter­es­sen­kol­li­sio­nen

Die Ver­trau­ens­be

zie­hung zum Be­ra­ter ist wich­ti­ger als der Na­me ei­nes

In­sti­tu­tes

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