Er im Hin­ter­grund

Hr ver­mö­gen­de Fa­mi­li­en, und das nicht nur bei der Geld­an­la­ge.

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG -

Fa­mi­ly Of­fices leis­ten da­bei an­de­res als Pri­vat­ban­ken, be­tont Tobias Graf von Bern­storff (Bank­haus Metz­ler). „Wir sind Pri­vat­ban­kiers klas­si­scher Art, wer­te­be­tont. Wir be­schrän­ken uns auf die Ver­mö­gens­ver­wal­tung über Ge­ne­ra­tio­nen. Wenn wir da­bei an un­se­re Gren­zen kom­men, hel­fen wir, spe­zi­el­le Di­enst­leis­ter zu fin­den, die sich zum Bei­spiel um Struk­tu­rie­run­gen des Ver­mö­gens küm­mern.“

„Letzt­lich setzt sich die klas­si­sche Fa­mi­ly Of­fice-Ar­beit aus drei Be­rei­chen zu­sam­men“, so Ar­min Ei­che (Pic­tet): „Der Fa­mi­ly Go­ver­nan­ce, der In­vest­ment Go­ver­nan­ce so­wie der ope­ra­tio­nel­len Go­ver­nan­ce. Die Kunst liegt da­bei in der Ge­samt­ko­or­di­na­ti­on.“

Wenn Fa­mi­li­en bei Fra­gen der Go­ver­nan­ce (Steue­rung) be­ra­ten wer­den, dann sei das klas­si­sche Fa­mi­ly Of­fice-Ar- beit. Da der Be­griff – so Frank W. Stra­at­mann (Fe­ri) – po­si­tiv be­setzt sei, wür­den ihn sich auch Ban­ken und Ver­mö­gens­ver­wal­ter ger­ne um­hän­gen. Tat­säch­lich be­ste­he die Di­enst­leis­tung der Fa­mi­ly Of­fices dar­in, zu ver­ste­hen, was der Man­dant braucht. Das reicht von der um­fas­sen­den Ver­mö­gens­ana­ly­se und an­schlie­ßen­der -struk­tu­rie­rung (in­halt­lich, recht­lich, steu­er­lich), über die ver­schie­de­nen Um­set­zungs­we­ge, Aus­wahl von Ver­mö­gens­ver­wal­tern, dem Con­trol­ling bis hin zum Re­porting.

Nach dem Zwei­ten Welt­krieg ha­ben sich in Deutsch­land neue Ver­mö­gens­ker­ne her­aus­ge­bil­det, die zu­nächst aus Un­ter­neh­men her­aus ge- steu­ert wur­den, er­klärt Jörg Ei­gels­hoven (Warth & Klein Grant Thorn­ton). Als Fa­mi­li­en sich ver­mehrt von den Un­ter­neh­mens­struk­tu­ren trenn­ten, such­ten sie neue Part­ner, die ih­re Li­qui­di­tät steu­ern.

Zu­sätz­li­cher Be­darf nach der Di­enst­leis­tung kam durch die Fi­nanz­kri­se auf, er­gänzt Pe­ter Brock (Ernst & Young). Seit 2008 sind die Fi­nanz­märk­te vo­la­ti­ler, die Ren­di­ten sind ge­sun­ken. Un­ter­neh­mer müs­sen sich stär­ker um al­le ganz­heit­li­chen The­men rund um die Fi­nan­zen küm­mern, das ge­ben sie dann ger­ne an die Fa­mi­ly Of­fices ab. Und nach ei­nem Un­ter­neh­mens­ver­kauf hel­fen sie den Fa­mi­li­en, ei­ne neue Iden­ti­tät zu fin­den und in die­sem Sin­ne das Ver­mö­gen zu ver­wal­ten, zu er­hal­ten und auf die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on zu über­tra­gen.

„Letzt­lich setzt sich die klas­si­sche Fa­mi­ly Of­fice-Ar­beit aus drei Be­rei­chen

zu­sam­men“ Pri­vat­ban­kiers be­schrän­ken sich auf die Ver­mö­gens­ver­wal­tung über

Ge­ne­ra­tio­nen

FOTOS: ALOIS MÜL­LER

un­gen zu dis­ku­tie­ren. Sie be­ant­wor­te­ten un­ter an­de­rem die Fra­ge, was das Be­son­de­re an den meist ver­schwie­gen im

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