Kas­sen­bei­trä­ge stei­gen deut­lich

Die DAK er­höht den Satz um 0,6 Pro­zent. Der Ren­ten­bei­trag bleibt aber vor­erst sta­bil.

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

BER­LIN (mar) Mil­lio­nen ge­setz­lich Kran­ken­ver­si­cher­te müs­sen sich auf deut­lich stei­gen­de Bei­trä­ge im kom­men­den Jahr ein­stel­len. Die Kas­sen kün­dig­ten zum Jah­res­wech­sel auf brei­ter Front Er­hö­hun­gen an. Im Schnitt he­ben die Kas­sen den Bei­trag um 0,2 Pro­zent­punk­te an. Die dritt­größ­te Ver­si­che­rung, die DAK-Ge­sund­heit, stei­gert den Bei­trags­satz so­gar um 0,6 Prunk­te auf 16,1 Pro­zent der Brut­to-Ein­kom­men. Die Er­hö­hun­gen müs­sen die Ver­si­cher­ten über den Zu­satz­bei­trag al­lein schul­tern. Der Ar­beit­ge­ber­bei­trag ist seit 2009 bei 7,3 Pro­zent ein­ge­fro­ren.

Nö­tig wer­den die An­he­bun­gen, weil die Aus­ga­ben der Kas­sen deut­lich schnel­ler stei­gen als die Ein­nah­men. Schuld dar­an sind ne­ben der Al­te­rung kos­ten­träch­ti­ge Re­for­men der schwarz-ro­ten Ko­ali­ti­on, dar­un­ter die Kran­ken­haus­re­form. Aus­ga­ben­kür­zun­gen lehnt Ge­sund­heits­mi­nis­ter Her­mann Grö­he (CDU) ab.

Axel Rei­mann Prä­si­dent der Ren­ten­ver­si­che­rung

An­ders als in der Kran­ken­ver­si­che­rung wer­den die Ren­ten­bei­trä­ge vor­erst nicht stei­gen. „Wir rech­nen da­mit, dass der Bei­trags­satz von 18,7 Pro­zent bis 2020 sta­bil blei­ben kann“, sag­te der Prä­si­dent der Ren­ten­ver­si­che­rung Bund, Axel Rei­mann, un­se­rer Zei­tung. „Da­nach muss mit Bei­trags­satz­stei­ge­run­gen ge­rech­net wer­den, weil dann die ge­setz­lich vor­ge­ge­be­ne Un­ter­gren­ze der Nach­hal­tig­keits­rück­la­ge er­reicht ist“, sag­te Rei­mann. Im Jahr 2030 wer­de der Bei­trags­satz „knapp un­ter 22 Pro­zent“lie­gen. „Aber wir wis­sen, dass die de­mo­gra­fi­sche Ent­wick­lung 2030 nicht zu En­de ist“, warn­te er.Des­halb drängt Rei­mann die Po­li­tik, zü­gig über neue Maß­nah­men zur Sta­bi­li­sie­rung der Ren­ten­bei­trä­ge und des Ren­ten­ni­veaus zu ver­han­deln. „Nun hal­te ich es durch­aus für an der Zeit, dar­über zu re­den, was nach 2030 ge­sche­hen soll, und dar­über, ob wir neue Ziel­grö­ßen brau­chen und wie die­se aus­se­hen sol­len“, sag­te Rei­mann. Leit­ar­ti­kel Stim­me de­s­Wes­tens Wirt­schaft

„Wir rech­nen mit ei­nem

sta­bi­len Ren­tenBei­trags­satz bis 2020“

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